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Aufsichtsrat weist Piechs Vorwürfe zurück | BR24

© pa / dpa

Ferdinand Piech

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    Aufsichtsrat weist Piechs Vorwürfe zurück

    Der Streit zwischen Volkswagen und dem früheren Aufsichtsratschef Ferdinand Piech spitzt sich zu. Der Aufsichtsrat wehrt sich gegen Piechs Vorwurf, das Gremium und Ex-VW-Chef Winterkorn seien schon früh über den Dieselskandal informiert worden.

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    In einer internen Untersuchung seien die Behauptungen bereits detailliert überprüft und als unglaubwürdig eingestuft worden, erklärte der Aufsichtsrat des Autobauers. Der Konzern drohte dem VW-Großaktionär Piech mit einer Klage.

    Wussten alle alles viel früher?

    Der "Spiegel" hatte berichtet, Piech habe bei der Staatsanwaltschaft Braunschweig erklärt, Martin Winterkorn habe früher als bislang eingeräumt, von dem Dieselbetrug erfahren. Demnach soll der später im Groll bei VW ausgeschiedene Piech Ende Februar 2015 von einem Informanten den Hinweis erhalten haben, dass VW mit einer Software die Abgaswerte manipuliere. Laut "Spiegel" will Piech Winterkorn damals darauf angesprochen haben.

    Einem Vorabbericht der "Bild am Sonntag" zufolge hatte Piech im März auch das Aufsichtsratspräsidium informiert. Der Dieselskandal wurde erst im September 2015 von der US-Umweltbehörde EPA öffentlich gemacht.

    "Unglaubwürdige Behauptungen"

    Nach Angaben des Konzerns hat Piech bereits im Frühjahr 2016 intern ähnliche Anschuldigungen erhoben. Diese Darstellung sei durch die von VW beauftragte Kanzlei Jones Day überprüft worden. "Dabei haben sich keine Anhaltspunkte für die Richtigkeit dieser Behauptungen ergeben, sie wurden insgesamt als unglaubwürdig eingestuft", hieß es in der Erklärung des VW-Aufsichtsrats.

    Winterkorn hat mehrfach beteuert, erst im September 2015 von den Abgasmanipulationen erfahren zu haben. Sollte sich herausstellen, dass er oder Aufsichtsratsmitglieder früher davon wussten, hätten Anleger Argumente, um Schadensersatz für erlittene Kursverluste ihrer VW-Aktien zu fordern.