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Aufruf zu Gewaltverzicht: Trump warnt China wegen Hongkong | BR24

© dpa/pa/Patrick Semansky

US-Präsident Trump

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Aufruf zu Gewaltverzicht: Trump warnt China wegen Hongkong

Der Geduldsfaden Pekings gegenüber den Demonstranten in Hongkong könnte bald reißen. US-Präsident Trump hat China aufgefordert, auf den Einsatz von Gewalt zu verzichten. Sonst könnten die Handelsgespräche leiden.

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Angesichts der Massenproteste in Hongkong hat US-Präsident Donald Trump China vor dem Einsatz von Gewalt gewarnt. Eine Niederschlagung der Proteste wie auf dem Pekinger Tiananmen-Platz 1989 würde die Handelsgespräche zwischen China und den USA schwer belasten, sagte Trump. Er habe Vertrauen in Chinas Präsidenten Xi Jinping, die Krise auf menschliche Art zu lösen, fügte er hinzu. "Es wäre für mich viel schwieriger, ein Abkommen zu unterzeichnen, wenn er in Hongkong Gewalt anwenden würde", sagte Trump mit Blick auf Xi.

Die USA und China befinden sich in einem erbitterten Handelsstreit und bemühen sich um den Abschluss eines umfassenden Abkommens. Auf die Frage nach Unterstützung der USA für die Demonstranten in Hongkong wich Trump aus, betonte jedoch, er unterstütze Freiheit und Demokratie.

Chinesische Truppen an der Grenze

Am Sonntag hatten nach Angaben der Veranstalter 1,7 Millionen Menschen in Hongkong demonstriert - trotz der Drohungen Pekings. Die Polizei sprach lediglich von 128.000 Teilnehmern. Trump sagte auf die Frage eines Journalisten, die Bilder von den Protesten seien unglaublich gewesen. "Das sind riesige Menschenmengen", so Trump.

Die chinesische Regierung hat den Demonstranten zuletzt immer unverhohlener gedroht. So brachte sie die Demonstranten mit "Terrorismus" in Verbindung und schickte Truppen an die Grenze. Hongkong gehört seit dem Abzug der Briten 1997 wieder zu China. Als Sonderverwaltungszone hat es eigentlich noch bis 2047 umfangreiche Sonderrechte garantiert. Viele fürchten nun darum.

© BR/Steffen Wurzel

An den erneuten Protesten gegen die pekingtreue Regierung in Hongkong haben sich am Sonntag nach Angaben der Organisatoren 1,7 Millionen Menschen beteiligt.