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Auf das Fasten folgt das "Zuckerfest" | BR24

© dpa-Bildfunk/Abed Rahim Khatib

Traditionelles Dattelgebäck

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    Auf das Fasten folgt das "Zuckerfest"

    Mit dem Sonnenuntergang am Samstag endet der Ramadan, der muslimische Fastenmonat. Nach vierwöchiger Enthaltsamkeit während der Tagstunden wird das Ende des Fastens nun mit dem dreitägigen Fastenbrechen gefeiert.

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    Für Muslime ist das Fasten, das jeweils im neunten Monat des islamischen Mondjahres stattfindet, eine der fünf Säulen ihrer Religion - neben dem Pilgern nach Mekka, den täglichen Gebetszeiten, dem Glaubensbekenntnis zu Allah als einzigem Gott und dem Almosengeben. Auf das Ende des Ramadan folgt das dreitägige Fest des Fastenbrechens. Vor allem Kinder bekommen aus diesem Anlass viele Süßigkeiten - deshalb auch der inoffizielle Name "Zuckerfest".

    Volksfeste zum Ende des Ramadan

    In islamischen Ländern gibt es aus diesem Anlass Volksfeste. Das Ramadan-Ende ist die wichtigste islamische Feier neben dem Opferfest und wird dieses Jahr ab dem 25. Juni begangen. Sollte allerdings - nach dem Neumond - noch nichts von der Sichel des zunehmenden Mondes zu sehen sein, fasten einige Gläubige noch einen Tag länger.

    Zum Ende des Fastenmonats hat Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier zu einem friedlichen Miteinander der Religionen aufgerufen. "Wir können uns zusammen freuen, miteinander leben und uns mit Respekt und Fürsorge begegnen", erklärte Steinmeier.

    Neumond eröffnet und beendet den Fastenmonat

    Der Anfang des Fastenmonats hängt vom Zeitpunkt des Erscheinens der Neumondsichel ab. Die großen islamischen Verbände in Deutschland haben sich auf einen gemeinsamen Zeitrahmen verständigt.
    Der Ramadan erinnert nach islamischer Tradition an die Offenbarung des Koran durch den Erzengel Gabriel an den Propheten Mohammed. Zwischen dem Beginn der Morgendämmerung und dem Sonnenuntergang ist Muslimen das Essen, Trinken, Rauchen und Geschlechtsverkehr untersagt. Mit dem Iftar, dem festlichen Abendessen, wird das Fasten täglich beendet.

    Ausgeschlossen von der Fastenpflicht sind nur Reisende, Schwangere, stillende Mütter, Kinder, Kranke und Alte. Durch das Fasten soll deutlich werden, dass die Religion einen höheren Wert hat als das tägliche Leben. Der Ramadan ist auch der Monat der Nächstenliebe und der guten Taten.