Russland hat zugesichert, dass internationale Atomexperten Zugang zum besetzten ukrainischen Atomkraftwerk Saporischschja bekommen.
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Russland hat zugesichert, dass internationale Atomexperten Zugang zum besetzten ukrainischen Atomkraftwerk Saporischschja bekommen.

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    Atomkraftwerk Saporischschja: Experten sollen Zugang erhalten

    Atomkraftwerk Saporischschja: Experten sollen Zugang erhalten

    Immer wieder gerät das von Russland besetzte ukrainische Atomkraftwerk Saporischschja unter Beschuss. Die Lage könnte jederzeit brandgefährlich werden. Die Internationale Atomenergiebehörde fordert sofortigen Zugang – Russland hat nun zugestimmt.

    Russland hat zugesichert, dass internationale Atomexperten Zugang zum besetzten ukrainischen Atomkraftwerk Saporischschja bekommen. Der russische UN-Botschafter Wassili Nebensja schlug bei einer Dringlichkeitssitzung vor dem UN-Sicherheitsrat eine Inspektion noch in diesem Monat vor. Er lehnte es aber ab, dass Russland seine Truppen von dem Gelände abzieht. Das hatten die USA gefordert.

    Atomenergiebehörde: AKW vorläufig kein Sicherheitsrisiko

    Der Chef der Internationalen Atomenergiebehörde, Grossi, sagte bei der Sitzung, dass die Anlage im Moment kein Sicherheitsrisiko darstellt. Das könne sich aber jederzeit ändern.

    Nur wenige Stunden vor der von Russland angefragten Sitzung des mächtigsten UN-Gremiums war Europas größtes Atomkraftwerk erneut unter Beschuss geraten. Saporischschja sei mit schwerer Artillerie und Raketenwerfern angegriffen worden, teilte ein Vertreter der russischen Besatzungsbehörden, Wladimir Rogow, im Nachrichtenkanal Telegram mit. Geschossen werde aus Ortschaften, die unter ukrainischer Kontrolle stünden. Der ukrainische Konzern Enerhoatom berichtete von zehn Einschlägen in der Nähe. Überprüfbar waren die Angaben nicht. Zuvor hatte die Ukraine Russland beschuldigt, das AKW ins Visier zu nehmen.

    Guterres warnt vor Atomkatastrophe

    UN-Generalsekretär António Guterres warnte erneut vor einer neuen atomaren Katastrophe und zeigte sich zutiefst besorgt: "Bedauerlicherweise gab es in den letzten Tagen keine Deeskalation, sondern Berichte über weitere zutiefst besorgniserregende Vorfälle. Wenn sich diese fortsetzen, könnte dies zu einer Katastrophe führen." An beide Kriegsparteien appellierte er, die militärischen Aktivitäten sofort einzustellen.

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