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Asylbewerber-Zahlen in der EU steigen um 15 Prozent | BR24

© dpa-Bildfunk

Menschen fliehen aus Venezuela

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    Asylbewerber-Zahlen in der EU steigen um 15 Prozent

    Die Zahl der Asylbewerber in der EU steigt heuer an. Venezuela ist mittlerweile nach Syrien das Hauptherkunftsland von Asylbewerbern in der EU. In Deutschland zeigt sich allerdings ein anderes Bild.

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    Die Zahl der Asylbewerber in der EU steigt heuer im Vergleich zum Vorjahr an. Von Januar bis einschließlich April 2019 haben rund 200.000 Menschen erstmals einen Asylantrag in der Europäischen Union gestellt. Das sind etwa 15 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum, aber immer noch deutlich weniger Asylbewerber als etwa im Sommer und Herbst 2015, als in einem Tertial teilweise über 400.000 Asylanträge gestellt wurden. Die Zahlen wurden auf Basis von monatlichen Frühwarn-Meldungen der Mitgliedstaaten erstellt, wie die Zeitungen der Funke-Mediengruppe berichten.

    Jeder vierte Asylbewerber reist ohne Visum ein

    Damit könnte sich nach einem mehrjährigen Rückgang der Asylbewerber-Zahlen in diesem Jahr der Trend umkehren. 2018 war die Zahl der Asylbewerber in der EU um elf Prozent zurückgegangen. Ein Grund für die Trendumkehr: Immer mehr Asylbewerber reisen laut der Zeitungen über reguläre Wege und visafrei in die Union ein, vor allem aus Lateinamerika und den Westbalkan-Staaten. In diesem Jahr bis Ende April stammte demzufolge gut jeder vierte Asylantrag von einem Staatsangehörigen eines Landes, dessen Bürger ohne Visum in die EU-Schengenzone einreisen dürfen - 2018 war der Anteil bereits auf ein Fünftel gestiegen.

    Venezuela nach Syrien Hauptherkunftsland von Asylbewerbern

    So hätten sich in den ersten vier Monaten 2019 die Zahl der visafrei eingereisten Asylbewerber aus dem krisengeschüttelten Venezuela im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 121 Prozent auf 14.257 erhöht, die aus Kolumbien um 156 Prozent auf 8.097. Venezuela sei inzwischen nach Syrien (20.392 erstmalige Asylanträge, ein Minus von 8 Prozent) das Hauptherkunftsland von Asylbewerbern in der Europäischen Union. Auf Platz drei liege Afghanistan: Nach den neuen Daten stellten 14.042 Afghanen erstmals einen Asylantrag, 36 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum.

    Das allerdings sind die Zahlen für den gesamten EU-Raum. Für Deutschland ergibt sich ein anderes Bild: Dort bleibt die Anzahl an Asylanträgen im Zeitraum Januar bis April im Vergleich zum Vorjahr konstant bei rund 60.000. Es gibt auch deutlich weniger Asylanträge aus Venezuela. Die meisten Asylanträge wurden im ersten Tertial 2019 (Januar bis April) von Syrern, Irakern und Nigerianern gestellt.

    Sendung

    Bayern 2 extra

    Autor
    • Caroline von Eichhorn
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