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Astrid Lindgrens Nachfahren starten Kampagne für Mädchen in Not | BR24

© akg-images / NordicPhotos/dpa

Die schwedische Kinderbuchautorin Astrid Lindgren hat "Pippi Langstrumpf" Anfang der 40er-Jahre geschrieben.

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    Astrid Lindgrens Nachfahren starten Kampagne für Mädchen in Not

    Zum 75. Geburtstag der Kinderbuch-Heldin Pippi Langstrumpf setzen sich die Nachfahren der schwedischen Autorin Astrid Lindgren für Mädchen in Not ein. Mit der Hilfsorganisation "Save the Children" haben sie die Kampagne "Pippi of Today" ausgerufen.

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    Sie ist die Heldin vieler Kinder: Pippi Langstrumpf, das stärkste Mädchen der Welt - vor 75 Jahren hat sich die schwedische Schriftstellerin Astrid Lindgren, die Geschichte ausgedacht. Zum Jubiläum der Buchveröffentlichung haben die Nachfahren Lindgrens nun eine Kampagne für Mädchen in Not ins Leben gerufen. Dadurch wollen sie auf die prekäre Lage von Mädchen auf der Flucht hinweisen. Die Kampagne "Pippi of Today" hat das Familienunternehmen der Schwedin am Dienstag zusammen mit der Kinderhilfsorganisation Save the Children ausgerufen.

    "Pippi ist mehr als bloß ein lustiges Mädchen", so Lindgren-Enkel und Unternehmenschef Olle Nyman. "Sie ist eines Tages alleine in eine neue Stadt gekommen, musste dort ein neues Leben finden und hat das geschafft. Heute sind so viele Mädchen in derselben Situation, dass sie ebenfalls in eine Stadt kommen und dabei nicht ihre Eltern bei sich haben." Sie seien die "Pippis von heute" - daher der Name der Kampagne. Diesen Mädchen solle laut Nyman Pippis Stimme geliehen werden. Neben Aufmerksamkeit für die Lage der Mädchen geht es den Lindgren-Nachfahren auch darum, Spenden für die Arbeit von Save the Children für die Betroffenen zu sammeln.

    Seit Erstveröffentlichung knapp 65 Millionen Pippi-Bücher verkauft

    Astrid Lindgren hatte bis zu ihrem Tod 2002 ein großes Herz für Kinder und hat sich zudem für Gewaltfreiheit und Minderheiten eingesetzt. Ihre Tochter Karin Nyman hatte sich den Namen Pippi Langstrumpf einst ausgedacht. "Ich denke nicht, dass sie glücklich wäre," sagte Lindgrens Tochter Karin Nyman auf die Frage, was ihre Mutter über die heutige Welt denken würde. " Ich glaube, sie würde sich ziemlich verzweifelt fühlen, wenn sie das erleben müsste, was wir gerade erleben. Es ist schön, dass sie das nicht muss."

    Seit der Erstveröffentlichung im Jahr 1945 wurden die drei Pippi-Bücher von Lindgren in 77 Sprachen übersetzt und knapp 65 Millionen Exemplare weltweit verkauft. Besonders in Deutschland fand Pippi Langstrumpf Millionen Fans. Zum Jubiläum sind laut Olle Nyman nun zahlreiche Aktionen in Schweden, Deutschland und weiteren Ländern geplant, viele davon rund um den 21. Mai, Karin Nymans Geburtstag.