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CDU-Chef Armin Laschet wird für die Union als Spitzenkandidat bei der Bundestagswahl antreten - im Netz gefällt das nicht jedem.

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    Laschets Kanzlerkandidatur - so reagieren User im Netz

    Nicht nur die Politik reagiert gespalten auf die Kandidatur Armin Laschets. Auch im Netz wird kontrovers diskutiert. Viele User meinen, der Wählerwille und die große Zustimmung für CSU-Chef Söder seien von der Union ignoriert worden.

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    Von
    • Magdalena Latz
    • Laura Perschon

    CDU-Chef Armin Laschet hat den Kampf um die Kanzlerkandidatur für sich entschieden - doch nicht jeder in der Union kann sich darüber freuen. Hatten doch viele mit Laschets Rivalen, CSU-Chef Markus Söder [zum Portrait] sympathisiert. Zwar herrscht größtenteils Erleichterung über das Ende des tagelangen politischen Nervenkriegs zwischen den Parteichefs - doch ein gespaltenes Meinungsbild bleibt.

    Soziale Medien: Wunsch nach Söder als Kanzlerkandidat

    In den ersten Stunden nach der Entscheidung war das Stimmungsbild im Social Listening vor allem von Unzufriedenheit geprägt. Viele User äußerten sich enttäuscht über den Ausgang des Geschehens. Eine Mehrheit hätte sich den bayerischen Ministerpräsidenten offenbar gut als künftigen Kanzler vorstellen können.

    So tweetet etwa ein User, der sich "DemiKerin" nennt an Söder gerichtet: "Ich hätte mit Ihnen als Kanzlerkandidat das erste mal in meinem Leben und aus vollster Überzeugung CDU gewählt... Das ist mit @ArminLaschet leider komplett vom Tisch für mich. Sehr, sehr schade!!"

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    Ein Tweet auf Twitter zur K-Frage in der Union

    Sorge um Abwanderung zu anderen Parteien

    Viele User auf Twitter scheinen auch zu befürchten, dass mit Laschet als Kandidat der Union, andere Parteien bei der Bundestagswahl profitieren könnten - oder formulieren im Netz, dass sie ihn nicht wählen werden.

    So meint etwa "Ero": "Auch wenn die CDU jetzt bei der #bundestagswahl2021 abschmiert, @Markus_Soeder steht zu seinem Wort. Ich sag nur #Ehrenmann. Und wähle Grün, denn Laschet ist für mich kein Kanzler. #CDUCSU #Laschet".

    Vergleichbares tweetet "mat": "Bisher noch nichts anderes als CSU gewählt. Mit Laschet als Kandidat kann sich die FDP über eine neue Stimme freuen."

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    Ein Tweet auf Twitter zur K-Frage in der Union

    Vorwurf der User: Stimmung an Basis wurde ignoriert

    Die CDU hätte Umfragen und somit die Stimmen aus der Bevölkerung ignoriert, beklagen andere. Mit Laschet sei ein Kandidat gewählt worden, den die Bürger nicht wollten. Die Partei habe sich mit ihm als Spitzenkandidat deshalb keinen Gefallen getan.

    So tweetet etwa "Louis Gerber": "Die #CDU versenkt sich selbst. Alle #Umfragen sagen klar, dass die Wähler #Laschet nicht als #Kanzler sehen. Hier einige Zahlen." Und "Thomas Brandt" meint dazu:

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    Ein Tweet auf Twitter zur K-Frage in der Union

    Entrüstet zeigt ebenso ein User namens "Carmie": "Wie kann die #CDU unsere Wählerstimmen nur so ignorieren? Wie kann die #CDU unseren Wunsch Sie zum Kanzlerkandidaten zu machen, so von Tisch wischen? Ich habe wirklich gedacht, dass #Laschet den Bettel hinwirft, aber nein, nun haben wir ihn noch mehr am Hintern".

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    Ein Tweet auf Twitter zur K-Frage in der Union

    Teils auch Unterstützung für Laschet

    Doch Laschet steht nicht gänzlich ohne Rückendeckung in den Sozialen Netzwerken da. So meint ein User auf Head Topics etwa, der CDU-Chef werde unterschätzt: "Armin Laschet musste in seinem Leben schon oft um Posten kämpfen. Niederlagen haben ihn nie davon abgehalten, es immer wieder zu versuchen."

    Indirekte Unterstützung bekommt Laschet etwa von "Hank": "Nein, auch Markus Söder ist kein echter Kandidat der Herzen. Armin Laschet wird unsere Entwicklung und Sicherheit erstmal verschlafen; proaktiv geht anders; Markus Söder hingegen würde sie eines Tages verkaufen, wenn es ihm vorteilhaft erschiene."

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