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ARD-Trend: Deutsche sorgen sich um Spaltung der Gesellschaft | BR24

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BR-Reporterin Birgit Schmeitzner zu den aktuellen Zahlen im ARD-DeutschlandTrend.

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ARD-Trend: Deutsche sorgen sich um Spaltung der Gesellschaft

Die große Mehrheit der Deutschen fürchtet ein Auseinanderdriften der Gesellschaft. Sorge bereitet ihr auch der Klimawandel. Das ist das Ergebnis des ARD-DeutschlandTrends. In der Sonntagsfrage liegen die Grünen wieder hinter der Union.

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Die Menschen in Deutschland haben laut einer aktuellen Umfrage von Infratest dimap für den ARD-DeutschlandTrend Angst vor einer Spaltung der Gesellschaft. 83 Prozent der 1.014 am Dienstag und Mittwoch Befragten machen sich demnach sehr große bzw. große Sorgen, dass die gesellschaftlichen Gruppen weiter auseinanderdriften – im Vergleich zum August eine Zunahme um acht Prozentpunkte.

Auffällig ist: Anhänger aller im Bundestag vertretenen Parteien teilen diese Befürchtung mit deutlicher Mehrheit.

Große Sorgen bereitet den Deutschen nach wie vor auch der Klimawandel. Mehr als drei Viertel (76 Prozent) fürchten, dass er die Lebensgrundlagen der Menschen zerstört.

Außerdem vereint die Anhänger aller Parteien die Befürchtung, dass die Parteien auf drängende politische Fragen keine gemeinsamen Antworten finden. 74 Prozent der Bürger machen sich darüber sehr große bzw. große Sorgen.

Kramp-Karrenbauer mit Tiefstwert

Die Umfrage von Infratest dimap für den ARD-DeutschlandTrend ergab auch, dass zwei Drittel der Deutschen (66 Prozent) mit der Arbeit der CDU-Vorsitzenden Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) unzufrieden sind. Sehr zufrieden bzw. zufrieden mit ihrer Arbeit sind 20 Prozent, das sind acht Prozentpunkte weniger als im August. Das ist der niedrigste Wert, der je für sie gemessen wurde.

Ihre Vorgängerin, Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU), erzielte hingegen erneut Höchstwerte. Mit ihrer Arbeit sind, wie schon im August, 56 Prozent der Befragten sehr zufrieden bzw. zufrieden. Auf Platz zwei folgt Außenminister Heiko Maas (SPD).

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61 Prozent der Deutschen sind der Meinung, die Bundesregierung aus Union und SPD sollte bis zum Ende der Legislaturperiode im September 2021 weiter arbeiten.

Mehrheit der Deutschen für Fortbestand der Großen Koalition

61 Prozent der Deutschen sind der Meinung, dass die GroKo bis zum Ende der Legislaturperiode im September 2021 weiter arbeiten soll, etwas mehr als ein Drittel ist dagegen. Auffällig ist: Nicht nur die Anhänger der Koalitionspartner CDU/CSU und SPD wollen den Fortbestand der Koalition mit deutlicher Mehrheit (Union: 86 Prozent; SPD: 79 Prozent), sondern auch die Anhänger der Oppositionsparteien FDP (79 Prozent) und Grüne (67 Prozent). Ganz anders die Anhänger von AfD und Linke. Sie sprechen sich mehrheitlich gegen zwei weitere Jahre Große Koalition aus (AfD: 79 Prozent; Linke: 59 Prozent).

Mitgliedervotum bei Besetzung der SPD-Parteispitze wird begrüßt

Mit den ersten Regionalkonferenzen beginnt in dieser Woche das Auswahlverfahren zur Besetzung der künftigen SPD-Doppelspitze. Die Entscheidung der SPD, ihre Mitglieder direkt zu beteiligen, kam bei der Mehrheit der Befragten gut an. Drei von vier (77 Prozent) begrüßen es, dass die SPD die Parteimitglieder über die Besetzung der künftigen beiden Parteivorsitzenden abstimmen lässt.

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Sonntagsfrage des ARD-Deutschlandtrend im September 2019: Ein Leichtes Minus für die Grünen.

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61 Prozent der Deutschen sind der Meinung, die Bundesregierung aus Union und SPD sollte bis zum Ende der Legislaturperiode im September 2021 weiter arbeiten.