Sonntagsfrage zur Bundestagswahl 2021.
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Sonntagsfrage zur Bundestagswahl 2021.

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ARD-DeutschlandTrend: SPD zieht an Union vorbei

Stimmungswechsel in der Wählergunst. Bei der Sonntagsfrage führt zum ersten Mal seit vier Jahren wieder die SPD. Die Partei profitiert von den guten Werten ihres Kanzlerkandidaten Olaf Scholz. Union und Grüne rutschen dagegen weiter ab.

Über dieses Thema berichtete BR24 Infoblock am .

Nach den Werten des ARD-DeutschlandTrends könnte die SPD die nächste Bundesregierung anführen. Zum ersten Mal seit 2017 ist sie in der Befragung die stärkste Kraft. Im Vergleich zum Vormonat legen die Sozialdemokraten um sieben Prozentpunkte zu.

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Union rutscht weiter ab

Was die SPD gewinnt, verliert die Union. Der Abwärtstrend von CDU und CSU setzt sich weiter fort. Zusammen kommen sie auf 20 Prozent, ein Rekordtief. Auch die Grünen verlieren erneut und landen bei 16 Prozent, drei Prozentpunkte weniger als im Vormonat.

Bei der Grünen und vor allem der Union setzt sich damit ein Trend fort, der schon vor Monaten begonnen hat. Beide büßen in der Wählergunst ein. Die Union kam Anfang des Jahres noch auf 35 Prozent. Die Grünen hatten ihr Stimmungshoch im Mai mit 26 Prozent.

FDP und AfD legen leicht zu

Die FDP klettert aktuell ein Prozentpunkt höher auf 13 Prozent, gefolgt von der AfD, die mit einem Plus von zwei Prozentpunkten auf zwölf Prozent kommt. Die Linke liegt wie im Vormonat bei sechs Prozent.

Wer soll die Regierung stellen?

Die SPD soll die nächste Bundesregierung anführen – das wünscht sich etwa ein Drittel der Befragten (35 Prozent) und damit fünf Prozentpunkte mehr als im Vormonat. Die Union kommt bei der Frage, wer die nächste Bundesregierung anführen soll, auf 24 Prozent und verliert sechs Prozentpunkte.

Nach den Umfrage-Ergebnissen bräuchte es in jeden Fall eine Koalitionsregierung aus drei Parteien. Doch welche Bündnisse sind realistisch? SPD-geführte Dreier-Koalitionen mit Grünen und FDP, die sogenannte "Ampel-Koalition", mit Union und FDP sowie mit Union und Grünen oder mit Grünen und Linken wären rechnerisch möglich. Die Union käme mit den Grünen und der FDP auf eine Mehrheit im Bundestag, die "Jamaika-Koalition". Zwei-Parteien-Bündnisse wären dagegen ohne Mehrheit.

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DeutschlandTrend: Wer sollte die nächste Bundesregierung führen?

Wer soll Kanzler/-in werden?

SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz kann in der Wählergunst seinen Vorsprung weiter ausbauen. Bei einer Direktwahl würden inzwischen 43 Prozent für ihn als Kanzler stimmen. Die meisten Befragten bewerten Scholz in Konkurrenz zu seinen Mitbewerbern als "am führungsstärksten" und meinen, er "hat die größte Kompetenz".

Scholz punktet besonders bei Älteren

Scholz führt in allen Altersgruppen, insbesondere bei den über 40-Jährigen (49 Prozent) und bei den über 65-Jährigen (46 Prozent). Die Popularität von Scholz kommt seiner Partei zugute.

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DeutschlandTrend: Direktwahl Bundeskanzler/in.

Laschet und Baerbock weit abgeschlagen

Die beiden anderen Kanzlerkandidaten, CDU-Vorsitzender Armin Laschet und Grünen-Parteichefin Annalena Baerbock, liegen in allen Altersgruppen weit abgeschlagen hinten. Laschet käme bei einer Direktwahl auf nur 16 Prozent und Baerbock auf 12 Prozent.

Im Gegensatz zu seinen Konkurrenten fehlt es Armin Laschet nach wie vor in seiner eigenen Partei an Rückhalt. Nur knapp die Hälfte der Unions-Anhänger (47 Prozent) würden ihn bei einer Direktwahl zum Kanzler wählen.

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DeutschlandTrend: Politikerzufriedenheit.

Was sind die wichtigsten Themen?

Der ARD-DeutschlandTrend hat auch nach den derzeit wichtigsten politischen Problemen gefragt. Was muss aus Sicht der Befragten dringend angepackt werden? Am häufigsten wurde der Umwelt- und Klimaschutz genannt (33 Prozent), gefolgt von den Themen Zuwanderung (22 Prozent) und Corona (18 Prozent). 16 Prozent nannten soziale Ungerechtigkeit und 15 Prozent das Thema Altersabsicherung. Bei der letzten Bundestagswahl lag der Fokus mit 47 Prozent stark auf der Zuwanderungspolitik.

Und wem wird zugetraut, diese und weitere Probleme zu lösen? Ein Viertel setzt bei dieser Frage auf die SPD (25 Prozent) und ebenfalls ein Viertel auf die Union (24 Prozent). Die anderen Parteien kommen hier nur auf einstellige Werte.

  • Wahl-O-Mat zur Bundestagswahl
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DeutschlandTrend: Wichtigste Probleme in Deutschland.

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