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ARD-DeutschlandTrend: SPD gewinnt nicht durch neue Spitze | BR24

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Laut dem neuen Deutschlandtrend wollen aber knapp zwei Drittel der Deutschen trotz aller Unzufriedenheit mit der Großen Koalition, dass Union und SPD das Land weiter regieren.

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ARD-DeutschlandTrend: SPD gewinnt nicht durch neue Spitze

Kein gutes Zeugnis für GroKo-Parteien und Regierung: Laut dem neuen ARD DeutschlandTrend verlieren SPD und Union weiter an Zustimmung. Dennoch wünschen sich etwa zwei Drittel der Deutschen einen Fortbestand der Bundesregierung.

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Das neue Spitzen-Duo der SPD soll morgen auf dem Parteitag offiziell gewählt werden – doch die Deutschen stehen diesem kritisch gegenüber: 70 Prozent glauben nicht, dass es der SPD unter der Führung von Norbert Walter-Borjans und Saskia Esken gelingt, wieder mehr Bürger von sich zu überzeugen. Nur 22 Prozent glauben das. Die SPD-Anhänger hingegen sind da optimistischer: 51 Prozent meinen, dass die SPD durch Walter-Borjans und Esken als neue Vorsitzende wieder mehr Rückhalt bei den Bürgern erreichen wird; 46 Prozent der SPD-Anhänger glauben das nicht.

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ARD-DeutschlandTrend: Kann neues SPD-Spitzen-Duo mehr Bürger überzeugen?

Politikerzufriedenheit: Olaf Scholz gleichauf mit Angela Merkel

Die designierten Parteivorsitzenden hatten sich beim SPD-Mitgliederentscheid gegen Olaf Scholz und Klara Geywitz durchgesetzt. Interessant ist in diesem Zusammenhang, dass Finanzminister Olaf Scholz aktuell seinen persönlichen Bestwert im ARD DeutschlandTrend erreicht: 47 Prozent der Bürger geben an, zufrieden mit seiner Arbeit zu sein – das sind 7 Punkte mehr als im Vormonat.

Er gewinnt vor allem bei Anhängern anderer Parteien an Zustimmung: So sind 69 Prozent der Anhänger des Koalitionspartners Union mit seiner Arbeit zufrieden, aber nur 49 Prozent der Anhänger seiner SPD. Insgesamt liegt Scholz im Dezember gleichauf mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU). Auch mit ihrer Arbeit sind 47 Prozent der Bürger sehr zufrieden bzw. zufrieden (-2 im Vergleich zum November).

Knapp zwei Drittel der Deutschen wollen Fortbestand der GroKo

Überhaupt überzeugt kein Bundespolitiker im Moment die Mehrheit der Deutschen. Noch kritischer sind die Bürger, wenn sie das Bundeskabinett insgesamt bewerten: 68 Prozent sind aktuell mit der Arbeit der Bundesregierung weniger bzw. gar nicht zufrieden. Nur 31 Prozent sind damit zufrieden oder sehr zufrieden. Doch zugleich wollen die Bürger mehrheitlich keinen Bruch der "GroKo": 64 Prozent fänden es gut, wenn die Bundesregierung aus CDU/CSU und SPD bis zum Ende der Legislaturperiode 2021 weiterarbeitet. Nur ein Drittel der Bürger (32 Prozent) fände das nicht gut.

Norbert Walter-Borjans und Saskia Esken hatten angekündigt, den Verbleib in der Großen Koalition an Bedingungen knüpfen zu wollen. Für den Fall, dass die "GroKo" vorzeitig endet, machen sich 56 Prozent der Deutschen Sorgen um die politische Stabilität in Deutschland; 42 Prozent sorgen sich diesbezüglich nicht. Neuwahlen halten in der jetzigen politischen Situation nur 28 Prozent für das Beste; mehr als zwei Drittel (70 Prozent) teilen diese Einschätzung nicht.

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ARD-DeutschlandTrend: Bewertung Fortsetzung der Großen Koalition

Große Unzufriedenheit mit der Arbeit der Bundesregierung

Obwohl die Zustimmung für die Fortsetzung der großen Koalition groß ist, sehen die Bürger die Arbeit der Bundesregierung durchaus kritisch: 85 Prozent der Befragten meinen, die Regierungsparteien beschäftigten sich zu sehr mit sich selbst und ihrem Personal, anstatt ihre Arbeit zu machen. Bei einem Blick auf einzelne Politikfelder stellen die Bürger der Koalition insbesondere bei der Schaffung bezahlbaren Wohnraums ein schlechtes Zeugnis aus. Drei Viertel der Bürger (77 Prozent) sind mit der Arbeit in diesem Bereich weniger bzw. gar nicht zufrieden.

Und dies ist nicht nur ein Thema für die "Städter": In Städten mit mehr als 100.000 Einwohnern ist diese Unzufriedenheit mit 84 Prozent etwas höher als in Gemeinden mit weniger als 20.000 Einwohnern (73 Prozent).

Deutsche mit Wirtschafts- und Außenpolitik überwiegend zufrieden

Auch mit der Klimapolitik sind drei Viertel der Deutschen (76 Prozent) weniger bzw. gar nicht zufrieden. Jeweils zwei Drittel der Deutschen sind weniger bzw. gar nicht zufrieden mit der Digitalisierung (68 Prozent), im Bereich der Gesundheitspolitik und Pflege (66 Prozent) sowie der Renten- und Sozialpolitik (65 Prozent). 64 Prozent der Deutschen sind weniger bzw. gar nicht zufrieden mit der Asyl- und Flüchtlingspolitik.

In anderen Politikfeldern sind die Deutschen gespalten: Mit der Haushalts- und Finanzpolitik sind 52 Prozent der Deutschen weniger bzw. gar nicht zufrieden; 43 Prozent sind sehr zufrieden bzw. zufrieden. Mit der Außen- und Sicherheitspolitik sind 51 Prozent weniger bzw. gar nicht zufrieden; 45 Prozent sind sehr zufrieden bzw. zufrieden. Mehrheitlich positiv bewerten die Deutschen die Arbeit in der Wirtschafts- und Außenpolitik, mit der 55 Prozent sehr zufrieden bzw. zufrieden sind, und in der Familienpolitik, mit der 54 Prozent sehr zufrieden bzw. zufrieden sind.

Wenig Bewegung in der Sonntagsfrage

Wenn am Sonntag Bundestagswahl wäre, dann bliebe die Union stärkste Kraft mit 25 Prozent – ein Punkt weniger im Vergleich zum Vormonat. Auch die SPD verliert einen Punkt und kommt auf 13 Prozent. AfD und FDP können sich jeweils um einen Punkt verbessern und landen bei 15 bzw. 9 Prozent. Die Linke verschlechtert sich um einen Punkt und kommt auf 8 Prozent. Die Grünen verbessern sich um einen Punkt und wären mit 23 Prozent weiterhin zweitstärkste Kraft.

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ARD-DeutschlandTrend - Sonntagsfrage