| BR24

 
 
© dpa-Bildfunk

Angela Merkel

Die Mehrheit der Deutschen spricht sich im ARD-DeutschlandTrend klar gegen einen früheren Wechsel an der Spitze der Bundesregierung aus: 59 Prozent der Befragten sind der Meinung, dass Merkel bis zur nächsten Bundestagswahl im Amt bleiben sollte - zwei Prozentpunkte mehr als im Dezember 2018. 37 Prozent finden, dass sie einer Nachfolgerin oder einem Nachfolger Platz machen sollte (-2 Punkte). Hier sind erwartungsgemäß die Anhänger der AfD besonders kritisch. Von Ihnen finden 79 Prozent, dass Merkel ihren Platz als Kanzlerin räumen solle.

Wenige sind mit Arbeit der GroKo zufrieden

Die Zufriedenheit mit der Regierungsarbeit von Merkel ist nach wie vor genauso hoch wie zum Start der Großen Koalition. Aktuell sind 52 Prozent der Umfrageteilnehmer mit der Arbeit der Kanzlerin zufrieden. Im März 2018 - nach dem Abschluss des Koalitionsvertrages - kam Merkel auf den gleichen Wert. Während des Jahres schwankte er in der Bandbreite von 44 Prozent bis 57 Prozent.

Die Zufriedenheit mit der Arbeit der Großen Koalition insgesamt schwankt aber auch ein Jahr nachdem sie ihre Arbeit aufgenommen hat auf niedrigem Niveau. Gerade mal 30 Prozent sind aktuell mit der Arbeit der Bundesregierung zufrieden bzw. sehr zufrieden. Das ist ein Punkt weniger im Vergleich zum Vormonat. 70 Prozent sind weniger bzw. gar nicht zufrieden (+2 Prozentpunkte).

CDU wird Stärke zugesprochen

Es ist auch die CDU, die aus Sicht der Deutschen in der aktuellen Bundesregierung am stärksten punkten konnte: Zumindest, wenn es um die Durchsetzung ihrer politischen Inhalte geht. 48 Prozent sind der Auffassung, dass die CDU sich in der Großen Koalition am stärksten durchgesetzt hat. 16 Prozent sprechen das der SPD zu, 14 Prozent der CSU.

Nach Abschluss der Koalitionsverhandlungen sah das noch anders aus. Damals wurde die SPD als dominanter wahrgenommen, die CDU zurückhaltender: 31 Prozent waren damals der Meinung, dass sich die SPD mit ihren Inhalten am stärksten behauptet hat. Dass die CDU sich am stärksten durchgesetzt hatte, bejahten damals 29 Prozent und nur zehn Prozent wiesen der CSU die größte Stärke zu.

Sonntagsfrage zeigt kaum Schwankungen

Anders als beim Blick auf die Regierungskoalition herrscht in der Sonntagsfrage vor allem Stabilität. Die Union bleibt im Vergleich zum Vormonat unverändert bei 29 Prozent. Die SPD kommt ebenfalls erneut auf 17 Prozent. Die AfD liegt stabil bei 13 Prozent.

Die FDP verliert einen Punkt und kommt auf acht Prozent. Die Linke gewinnt einen Punkt und kommt auf neun Prozent. Die Grünen sind unverändert bei 19 Prozent. Mit diesen Zahlen hätten die Regierungsparteien Union und SPD aber keine Mehrheit.

Mehrheit gegen Fahrverbote

Auch in einer anderen Frage - dem Streit um Diesel-Fahrverbote in deutschen Städten - zeichnet sich im DeutschlandTrend eine Mehrheit ab: 38 Prozent der Bürger lehnen Fahrverbote grundsätzlich ab. 30 Prozent finden, dass die Verbote erst bei höheren Werten als den bisherigen greifen sollten. 28 Prozent meinen, dass die bestehenden Grenzwerte für Fahrverbote so wie bisher gelten sollten.

Den Befragten ist in der Diesel-Debatte ein Aspekt mehrheitlich am wichtigsten: Der Schutz der Gesundheit von Bürgern in den Städten. Als zweites ist den Befragten aber wichtig, Einschränkungen für Autofahrer, wohin sie fahren dürfen, zu vermeiden.