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ARD-DeutschlandTrend: Corona-Impfbereitschaft nimmt ab | BR24

© dpa-Bildfunk

Ein Mann pipettiert in einem Labor eine blaue Flüssigkeit.

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    ARD-DeutschlandTrend: Corona-Impfbereitschaft nimmt ab

    Eine Mehrheit der Deutschen ist bereit, sich gegen Corona impfen zu lassen, wenn ein Impfstoff vorliegt. Doch die Zahlen gehen zurück. Das hat eine Umfrage von infratest dimap für den ARD-DeutschlandTrend ergeben.

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    Es könnte nur noch eine Frage von Wochen sein, bis ein Impfstoff gegen Corona offiziell zugelassen wird. Wer dann wie zuerst geimpft wird, dafür hat die ständige Impfkommission Vorschläge gemacht: erst die Risikopatienten, dann Ärzte und Pfleger, dann systemrelevante Berufe wie zum Beispiel Polizisten oder Lehrer. Eine solche Priorisierung finden 93 Prozent der Deutschen richtig. Das hat eine Umfrage von infratest dimap für den ARD-DeutschlandTrend ergeben.

    Die Impfbereitschaft der Deutschen geht währenddessen leicht zurück: Aktuell geben 37 Prozent an, sich auf jeden Fall impfen zu lassen, wenn ein Impfstoff vorliegt – im August waren das noch 7 Prozentpunkte mehr. 34 Prozent halten es aktuell für wahrscheinlich, dass sie sich impfen lassen. 29 Prozent hingegen sagen, dass sie sich "wahrscheinlich nicht" oder "auf gar keinen Fall" impfen lassen wollen.

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    ARD-DeutschlandTrend: Corona-Impfbereitschaft nimmt ab

    Mehrheit findet aktuelle Corona-Beschränkungen angemessen

    Seit 2. November sind Restaurants, Bars und Kneipen erneut geschlossen; Gleiches gilt für Kultureinrichtungen wie Museen und Theater. Amateur- und Freizeitsport - inzwischen mit Bayern als Ausnahme - sowie touristische Übernachtungen sind verboten. Gut die Hälfte der Bundesbürger (54 Prozent) findet diese aktuellen Maßnahmen angemessen – zwei Punkte weniger im Vergleich zur Vorwoche. 18 Prozent (+2) meinen, dass die Auflagen nicht weit genug gehen. 26 Prozent (+2) hingegen finden, die neuen Einschränkungen gingen zu weit. Mehrheitlich gestützt werden die aktuellen Maßnahmen in den Wählermilieus von Grünen (70 Prozent), Union und SPD (jeweils 66 Prozent). Von übertriebenen Schritten sprechen dagegen insbesondere die Anhänger von AfD (56 Prozent) und FDP (51 Prozent).

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    ARD-DeutschlandTrend: Gesamtbewertung der Corona-Maßnahmen

    Im November nimmt auch die Sorge vor einer Ansteckung mit Corona wieder zu: Aktuell machen sich 44 Prozent der Bürger sehr große oder große Sorgen, dass sie sich selbst oder ein Familienmitglied mit dem Corona-Virus anstecken könnten. Eine Mehrheit von 55 Prozent macht sich diesbezüglich allerdings weniger große oder kleine Sorgen.

    Große Sympathien für den neuen US-Präsidenten

    Dem designierten Präsidenten der Vereinigten Staaten, Joe Biden, bringen die Deutschen viel Sympathie entgegen: 9 von 10 Bundesbürgern (89 Prozent) finden es sehr gut oder gut, dass er die Wahl gewonnen hat. Nur 7 Prozent der Befragten bewerten das Wahlergebnis als weniger gut oder schlecht.

    Dass sich mit Joe Biden als Präsident die deutsch-amerikanischen Beziehungen verbessern werden, glauben 80 Prozent der Bürger. Eine völlig andere Ausgangslage als nach der Wahl von Donald Trump 2016: Damals gingen 57 Prozent davon aus, dass sich die deutsch-amerikanischen Beziehungen verschlechtern würden.

    Richtige Initiativen von Biden – aber unklarer Handlungsspielraum

    Auch die ersten Initiativen für die Zeit nach seinem Amtsantritt finden großen Rückhalt bei den Deutschen: Dazu zählt die Rückkehr der USA in die Weltgesundheitsorganisation und der Wiedereintritt in das Pariser Klima-Abkommen – was 9 von 10 Deutschen befürworten. Für die inneramerikanischen Verhältnisse erwarten die Befragten ebenfalls Verbesserungen: 90 Prozent unterstützen, dass er möglichst schnell einen Aktionsplan entwickeln will, um die Corona-Pandemie in den USA einzudämmen. 78 Prozent sieht in Joe Biden keineswegs eine schlechtere Wahl für die Entwicklung der US-Wirtschaft. Zum Hintergrund: Gut ein Drittel der US-Bürger hielt das Thema Wirtschaft für das entscheidende der Wahl, und eine Mehrheit sah hier Donald Trump als den kompetenteren Kandidaten.

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    ARD-DeutschlandTrend: Bewertung des US-Wahlausgangs

    85 Prozent der Deutschen glauben, dass sich die USA unter Biden insgesamt positiv entwickeln werden. Allerdings sehen sie auch die möglichen Grenzen seines Handelns: Denn ob Biden tatsächlich große Reformen anstoßen kann, hängt auch davon ab, wie sich die Mehrheitsverhältnisse im Kongress künftig darstellen und ob die Demokraten im Senat die Minderheit stellen oder es zumindest eine Patt-Situation mit den Republikanern gibt. Das wird sich bei der Stichwahl im Januar im Bundesstaat Georgia entscheiden. Dort geht es noch um zwei Sitze für den Senat. Sollten die Demokraten diese für sich entscheiden können, dann gäbe es im Senat einen Patt. Die entscheidende Stichstimme würde dann auf die zukünftige Vize-Präsidentin Kamala Harris entfallen.

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    ARD-DeutschlandTrend: Aussagen zur US-Präsidentschaftswahl

    Aber soweit ist es noch nicht – und aktuell meinen 71 Prozent der Deutschen, dass Biden viele seiner Ziele nicht durchsetzen wird, weil er auf die Zusammenarbeit mit den Republikanern angewiesen ist. Bei einem wichtigen Thema – der Aussöhnung der Nation – sind die Deutschen vorsichtig optimistisch: 56 Prozent trauen Biden zu, die Spaltung der US-amerikanischen Gesellschaft zu überwinden. Eine Spaltung, die sicherlich durch US-Präsident Donald Trump in den vergangenen vier Jahren vertieft wurde, die aber auch vorher schon vorhanden war. Auch die Nachwahl-Befragungen in den USA haben an einigen Stellen deutlich gemacht, wo diese Risse verlaufen – zum Beispiel zwischen ländlichen und urbanen Gebieten, aber auch zwischen Menschen mit höherem Bildungsabschluss und ohne einen solchen.

    Großer Rückhalt für die Arbeit der Bundesregierung

    Zwei Drittel der Bundesbürger (67 Prozent) äußern sich aktuell zufrieden zur Arbeit der schwarz-roten Koalition, ein neuer Rekordwert im ARD-DeutschlandTrend. Deutliche Zustimmung für die derzeitige Regierungsarbeit kommt von den Anhängern der Union (87 Prozent) und SPD (78 Prozent), aber auch aus den Reihen der Grünen (85 Prozent). Den Gegenpol hierzu bilden nach wie vor die AfD-Anhänger, die wie keine andere Anhängerschaft (87 Prozent) die Arbeit der Bundesregierung kritisch bewerten.

    Die Zufriedenheit mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) steigt im November auf einen Höchstwert in dieser Legislaturperiode. Aktuell sind 74 Prozent der Wahlberechtigten mit ihrer Arbeit sehr zufrieden bzw. zufrieden, so viele wie seit April 2015 nicht mehr.

    Wäre am kommenden Sonntag Bundestagswahl, dann würden 36 Prozent der Wahlberechtigten in Deutschland ihre Stimme der Union geben. Damit kämen CDU/CSU auf einen Prozentpunkt mehr als Anfang Oktober. Die SPD bleibt unverändert bei 15 Prozent; die AfD ebenfalls unverändert bei 10 Prozent. Auch die FDP bliebe bei 6 Prozent. Die Linke büßt einen Punkt ein und käme auf 7 Prozent. Auch die Grünen würden einen Punkt verlieren und stünden bei 20 Prozent.

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