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Drei der Kandidaten für den CDU-Parteivorsitz: Friedrich Merz, Annegret Kramp-Karrenbauer und Jens Spahn
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Tanja Oppelt
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Drei der Kandidaten für den CDU-Parteivorsitz: Friedrich Merz, Annegret Kramp-Karrenbauer und Jens Spahn

Die Grünen sind die Gewinner bei der sogenannten "Sonntagsfrage". Stünde an diesem Wochenende eine Bundestagswahl an, kämen sie laut ARD-DeutschlandTrend auf 23 Prozent. Das sind sechs Prozentpunkte mehr als vor einem Monat. Die Union bleibt unverändert bei 26 Prozent. Damit hätte ein schwarz-grünes Bündnis eine rechnerische Mehrheit im Bundestag.

Die SPD verliert laut Umfrage einen Prozentpunkt und liegt bei 14 Prozent. Die aktuelle Koalition kommt damit gemeinsam nur noch auf 40 Prozent. AfD und FDP verlieren bei der Sonntagsfrage jeweils zwei Prozentpunkte und landen aktuell bei 14 beziehungsweise acht Prozent. Auch die Linken müssen leichte Abstriche hinnehmen: Minus ein Prozentpunkt auf neun Prozent.

In der Sonntagsfrage des ARD-DeutschlandTrend liegen Union und Grüne mit Abstand vorn, alle anderen Parteien verlieren

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Merkel wieder beliebteste Politikerin

Seit Angela Merkel Ende Oktober ankündigte, den CDU-Parteivorsitz abgeben zu wollen, hat sie in der Beliebtheitsrangliste einen Sprung nach vorne gemacht - vom vierten auf den ersten Platz. Die Hälfte der Befragten - also 50 Prozent - ist mit ihr zufrieden.

Zum ersten Mal seit mehreren Monaten liegt Merkel damit wieder auf Platz 1 der beliebtesten Politiker in Deutschland. Bundesinnenminister und Noch-CSU-Parteichef Horst Seehofer dagegen belegt nur den elften Platz. Im Vergleich zum Oktober verliert er zwei Prozentpunkte. Nur noch 20 Prozent der Befragten sind mit ihm zufrieden.

Merkel soll weitermachen, Seehofer nicht

Eine Mehrheit der Deutschen - nämlich 56 Prozent - spricht sich laut Umfrage außerdem dafür aus, dass Merkel bis zum Ende ihrer Amtszeit im Herbst 2021 Bundeskanzlerin bleibt. Durch ihren Verzicht auf den Parteivorsitz hat sie offenbar Druck aus der Debatte genommen. Denn im Januar waren nur 49 Prozent der Meinung gewesen, Merkel solle die gesamten vier Jahre im Amt bleiben.

Im Gegensatz dazu findet eine breite Mehrheit, dass Horst Seehofer als Bundesinnenminister zurücktreten sollte. 73 Prozent der Befragten sind dieser Meinung.

CDU-Anhänger favorisieren eindeutig Annegret Kramp-Karrenbauer als Nachfolgerin von Parteichefin Merkel

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CDU-Vorsitz: Kramp-Karrenbauer liegt vorne

Im Dezember entscheiden die Delegierten auf dem CDU-Parteitag über die Nachfolge Merkels als Parteivorsitzende. Bei den Befragten des ARD-DeutschlandTrends liegt die bisherige CDU-Generalsekretärin Annegret Kramp-Karrenbauer vorne. 43 Prozent sähen sie gerne als Parteivorsitzende. 32 Prozent sprechen sich für den früheren Unionsfraktionsvorsitzenden Friedrich Merz aus, und zehn Prozent finden Bundesgesundheitsminister Jens Spahn gut.

Befragt man nur die CDU-Anhänger, sieht es ganz ähnlich aus: Kramp-Karrenbauer bekommt 46 Prozent, Merz 31 Prozent und Spahn 12 Prozent.

Im Zuge der Personaldebatte wird auch über eine inhaltliche Neuausrichtung der Partei debattiert. Eine große Mehrheit der Bundesbürger - 87 Prozent - begrüßt es, dass diese Debatte offen geführt wird. Das hat möglicherweise auch damit zu tun, dass jeder zweite Befragte sagt, bei der CDU wisse man nicht, wofür sie eigentlich steht. Unter den CDU-Anhängern sind nur 27 Prozent dieser Meinung.

Zustimmung zum Rentenpaket

In der vergangenen Woche hat der Bundestag ein umfassendes Rentenpaket verabschiedet. Es sieht unter anderem eine so genannte doppelte Haltelinie vor. Bis 2025 soll das Rentenniveau nicht unter 48 Prozent sinken und der Beitrag zur Rentenversicherung nicht über 20 Prozent steigen.

Rund zwei Drittel der Befragten - 67 Prozent - halten das für eine richtige Maßnahme. Besonders hoch sind die Zustimmungswerte bei den Anhängern von Union (77 Prozent) und AfD (73 Prozent). Der niedrigste Zustimmungswert kommt von den FDP-Anhängern (49 Prozent).