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Beim ARD-Benefiz-Abend kamen auch Betroffene früherer Hochwasserkatastrophen zu Wort.

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    ARD-Benefiztag: 16,5 Millionen Euro für Hochwasser-Betroffene

    "Aktion Deutschland hilft - Bündnis deutscher Hilfsorganisationen" und die Programme der ARD riefen den gesamten Freitag hindurch zu Spenden für die Betroffenen in den Hochwassergebieten auf. Am Ende wurden rund 16,5 Millionen Euro gespendet.

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    Von
    • Daniel Bouhs

    Carolin Weitzel, die Bürgermeisterin des vom Hochwasser besonders stark betroffenen Erftstadt, ringt erkennbar mit ihren Worten. Beim Benefiz-Abend der ARD steht sie – zugeschaltet – in ihrer Gemeinde, vor einem Berg von Trümmern. Kein Strom. Kein sauberes fließendes Wasser. "Und mir ist es von Herzen ein großes Anliegen, allen Helfenden, allen Einsatzkräften, die hier uns aus dem ganzen Bundesgebiet in den letzten Tagen zur Seite gestanden haben, zu danken."

    Konzertierter Benefiz-Tag aller ARD-Programme

    Auch darum geht es beim Benefiz-Tag der ARD, der früh morgens in den Radioprogrammen der ARD bundesweit begann. Der Höhepunkt des Benefiztags am Abend: Die Sondersendung im Ersten. Gut drei Stunden, ein Gemeinschaftsprogramm im wahrsten Sinne des Wortes, wurde die Benefiz-Sendung von den Dritten übernommen wie sonst nur die "Tagesschau".

    Menschen aus Hochwassergebieten kommen zu Wort

    Während laufend die Namen von Spendern mit zwei- bis fünfstelligen Beträgen eingeblendet wurden, kamen im Studio bei Ingo Zamperoni diejenigen zu Wort, die die Katastrophe erleben mussten – einige haben ihre Videoaufnahmen von den Stunden des Hoffen und Bangens dabei. "Wir sind alle Obdachlos", fasste zum Beispiel Rebecca Arnoldy-Heimansfeld aus Dernau bei Ahrweiler die Situation in ihrem Heimatort zusammen.

    Sie erinnert sich an ihre Verzweiflung währen des Hochwassers: "Oben im Dachfenster haben wir rausgeguckt. Und da haben wir uns echt Worst-Case-Szenarien ausgedacht: Okay, was ist, wenn wir schwimmen müssen, wie machen wir das? Das überlebt keiner! Und ich glaube, ob Glaube da ist oder nicht: Da betet jeder oder zweifelt Gott an. Und wir haben gebetet."

    Viele sind nach dem Hochwasser hoffnungslos

    Und auch nach der Gewissheit "Wir haben überlebt" sind die Sorgen für die Betroffenen nicht zu Ende. Im Gegenteil, erzählt Femke van den Brekel aus Rech. Die junge Frau stand kurz vor ihrer Abschlussprüfung als Hotelfachfrau nun sei die Situation hoffnungslos: "Wie soll das noch funktionieren? Wie soll die Gastronomie das überleben? Es gibt keinen Tourismus mehr. Es gibt keine Infrastruktur. Alles hängt zusammen: Die Winzer, die Hotels, die Restaurants."

    Künstler werben um Unterstützung und für Umdenken

    Mut machen in schwierigen Zeiten und um Unterstützung werben, das war das Anliegen vieler Künstlerinnen und Künstler, die im Rahmen des Benefiz-Abends auftraten - wie zum Beispiel Roland Kaiser, Sarah Connor, die ihren Auftritt auch für einen Appell nutzte: "Ich glaube, wir müssen uns einfach jetzt, also, einfach sofort Gedanken machen, wie wir unsere Lebensweise verändern", so die Sängerin. Auch das war Teil dieses Abends: mahnende Worte. Unter anderem von Eckart von Hirschhausen und Meteorologe Sven Plöger.

    Deutsche spenden rund 16,5 Millionen Euro

    Erst einmal ging es aber vor allem um Hilfsbereitschaft. Die ARD bot dafür einen ganzen Tag lang Raum im Programm. Insgesamt wurden beim Benefiztag rund 16,5 Millionen Euro gespendet.

    Mit dem gestrigen Benefiz-Tag ist die Möglichkeit zu Spenden jedoch nicht beendet. Die Hochwasser-Betroffenen können weiterhin hier unterstützt werden:

    Spenden an:

    Aktion Deutschland hilft

    DE62 3702 0500 0000 1020 30

    Stichwort: ARD/Hochwasser

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    Von
    • Daniel Bouhs
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