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Arbeitsfreier Sonntag in Gefahr

Der freie Sonntag ist in Gefahr, warnt die Bayerische Allianz für den arbeitsfreien Sonntag, ein Zusammenschluss von Gewerkschaften und Kirchen. Obwohl der Sonntag grundgesetzlich geschützt sei, werde dieser Schutz immer öfter ausgehebelt.

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Am vergangenen Donnerstag, dem 3. März, hat der "Internationale Tag des freien Sonntags" sein 1695. Jubiläum gefeiert. Kaiser Konstatin hatte bereits 321 zum ersten Mal ein Gesetz erlassen, das den Sonntag zum Staatsfeiertag erklärt hat.

Frische Semmeln, Bankgeschäfte, Kleiderkäufe – all das ist auch am Sonntag inzwischen kein Problem mehr. Die Sonntagsarbeit in Bayern hat sich in allen Branchen in den letzten zehn Jahren fast verdoppelt, sagt Philip Büttner vom kirchlichen Dienst in der Arbeitswelt der evangelischen Kirche in Bayern:

"Die Sonntagsarbeit nimmt zu. Unsere Sonntage sind hektischer. Es ist leicht, heute am Sonntag zu arbeiten, wenn man einen Beruf hat, wo man sich nur zuhause an den Computer setzen muss. Und schon steckt man wieder drin in der Arbeitswelt." Philip Büttner

Event-Shopping untergräbt den Sonntag

Eine Möglichkeit, den arbeitsfreien Sonntag zu untergraben, ist das sogenannte Event-Shopping, das immer häufiger zusammen mit größeren Festen erlaubt wird. Als Negativbeispiel dafür nennt Philip Büttner die Stadt München, die künftig zum jährlichen Stadtgründungsfest im Juni am Sonntag alle Geschäfte in der Innenstadt öffnen will. Ein Alibi-Anlass für mehr Sonntagsarbeit, kritsiert Büttner.

Die Bayerische Sonntagsallianz plant nun, juristisch gegen die Stadt München vorzugehen. Das Bundesverwaltungsgericht hatte bereits im vergangenen November im Fall des "Marktsonntags" in Eching bei München den Schutz des Sonntags verletzt gesehen.

Von
  • Alexandra Späth
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