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Arbeitnehmer fürchten Schließung von Germanwings | BR24

© picture-alliance dpa Horst Galuschka

Ein Airbus A319 der Germanwings und ein Airbus A320 der deutschen Fluggesellschaft Eurowings stehen 2020 auf dem Flughafens Köln Bonn.

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    Arbeitnehmer fürchten Schließung von Germanwings

    Die Arbeitnehmervertreter der Lufthansa werfen dem Konzern vor, die Coronakrise auszunutzen, um den Umbau voranzutreiben. Es wird von ihnen erwartet, dass noch in dieser Woche das Aus der Konzerntochter Germanwings verkündet wird.

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    Von
    • Gabriel Wirth

    Die Stimmung zwischen Vorstand und Arbeitnehmervertretern bei der Lufthansa scheint einmal wieder sehr schlecht zu sein. Die Pilotenvereinigung Cockpit und die Vertretung des Kabinenpersonals Ufo werfen dem Vorstand vor, kaltblütig und unanständig zu handeln.

    Das Lufthansa-Management bedrohe 1.400 Mitarbeiter der Germanwings und deren Familien mit Arbeitslosigkeit und dem Entzug der Existenzgrundlage in einer Krise, durch die jeder heil durchkommen möchte, heißt es in einer gemeinsamen Stellungnahme. Die Arbeitnehmervertreter rechnen damit, dass das Aus der Lufthansa-Tochter noch in dieser Woche verkündet wird.

    Petition gestartet

    Die Vereinigung Cockpit und Ufo appellieren mit einer Petition an den Vorstand. Die Fluggesellschaft profitiere derzeit ungemein von der finanziellen Unterstützung der Gesellschaft. Mit Annahme staatlicher Unterstützung und der Bitte um weitere Staatshilfen gehe aus Sicht der Arbeitnehmervertreter auch die Verantwortung einher, sich menschlich und anständig zu verhalten.

    Lufthansa dementiert

    Das Unternehmen bezeichnete die angeblichen Schließungspläne als Spekulationen, zu denen es keine Beschlussvorlage des Vorstands gebe. Derzeit würden die Optionen für Germanwings überprüft.

    Der Konzern hatte allerdings in der vergangenen Woche die Zukunft der Lufthansa-Tochter mit einer Pressemitteilung selbst in Frage gestellt. Denn es gibt bis jetzt für die rund 1.400 Beschäftigten der Germanwings keine Vereinbarung beim Kurzarbeitergeld, anders als bei der Lufthansa-Mutter.

    Die Gesellschaft aus Köln mit 30 Flugzeugen fliegt seit Jahren nicht mehr unter eigenem Namen, sondern ist ausschließlich für die Eurowings unterwegs.

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