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Auf die Piste und anschließend zur Aprés Ski-Party - das hat wohl zur Ausbreitung von Corona beigetragen

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    Antikörper-Studie: Viele Bürger Ischgls waren infiziert

    Im März entpuppte sich der Tiroler Skiort Ischgl als Corona-Epizentrum. Nun liegt eine Studie der Universität Innsbruck vor, für die Bürgerinnen und Bürger auf Antikörper getestet worden waren. Bei fast der Hälfte wurden die Wissenschaftler fündig.

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    • BR24 Redaktion

    Im österreichischen Ischgl war ein großer Teil der Bevölkerung mit dem Coronavirus infiziert. Das hat eine Studie der Medizinischen Universität Innsbruck ergeben. Demnach haben 42,4 Prozent der untersuchten Bürgerinnen und Bürger Antikörper gegen das neuartige Coronavirus entwickelt.

    Das sei der weltweit höchste bisher publizierte Wert, sagte die Direktorin des Instituts für Virologie, Dorothee von Laer, am Donnerstag in Innsbruck. Antikörper im Blut gelten als Nachweis für eine durchgemachte Infektion.

    Viele Infektionen in Österreich haben ihren Ursprung in Ischgl

    Ischgl mit seinen Après-Skibars gilt als Kernzelle für die Ausbreitung des Coronavirus in Österreich und Teilen Europas. Nach Angaben österreichischer Behörden waren zeitweise 40 Prozent aller Fälle im Inland auf Ischgl zurückzuführen. Auch viele deutsche Touristen haben sich nach ihrer Überzeugung dort angesteckt. Eine Kommission im Bundesland Tirol soll nun das stark kritisierte Krisenmanagement unter die Lupe nehmen.

    Viele Covid-19-Erkrankungen blieben unerkannt

    Auffällig sei, dass von den positiv auf Antikörper getesteten Personen zuvor nur 15 Prozent die Diagnose erhalten hatten, infiziert zu sein, sagte von Laer. "85 Prozent derjenigen, die die Infektion durchgemacht haben, haben das unbemerkt durchgemacht." Trotz des hohen Antikörper-Werts sei auch in Ischgl keine Herden-Immunität erreicht. Entscheidend für den Rückgang der Fälle seien die Quarantäne und die soziale Distanz gewesen, hieß es.

    Rund 80 Prozent der Ischgler Bevölkerung nahmen an der Studie teil. 1.473 Probanden waren zwischen 21. und 27. April untersucht worden.

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