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Antike Wüstenstadt im Sudan wird wiederentdeckt | BR24

© Bayerischer Rundfunk / Klaus Uhrig

Tempelstadt Naga

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    Antike Wüstenstadt im Sudan wird wiederentdeckt

    Im Sudan legt ein Team des Ägyptischen Museums München gerade die Wüstenstadt Naga frei. Ihre zahlreichen Tempel zeugen von einer einzigartigen afrikanischen Hochkultur. Von Klaus Uhrig.

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    Im Sudan legen Archäologen aus München gerade die Wüstenstadt Naga frei. Naga war ein Außenposten des Reiches von Meroe, einer Zivilisation, die von den Ägyptern, Römern und Griechen beeinflusst und doch völlig eigenständig war. Heute ist diese Kultur weitgehend vergessen.

    Großer Glücksfall für Forscher

    Dietrich Wildung vom Ägyptischen Museum München leitet das Naga-Projekt seit seinem Beginn vor mehr als 20 Jahren. Für ihn war die im Sand versunkene Stadt der größte Glücksfall seines Forscherlebens.

    Meroitische Kultur wiederentdeckt

    Jetzt wird Naga wiederentdeckt – mit Hilfe modernster Hochtechnologie. Zum Beispiel benutzt das Team bei dieser Ausgrabung eine Drohne. Damit wird alle drei Sekunden automatisch ein Bild gemacht. Die Bilder werden dann von einem Computerprogramm erfasst und  zusammengesetzt.

    3D-Modelle der Tempelstadt

    Mit Hilfe der Drohnenbilder fertigen die Forscher 3D-Modelle von jeder Phase der Grabung an. Das sieht spektakulär aus und liefert exakte Messdaten über den eingestürzten Tempel der Wüstenstadt.

    Arbeit für 200 Jahre

    Bisher haben die Forscher nur wenige Prozent des gigantischen Grabungsgebiets überhaupt angetastet. In jedem Schutthügel, unter jedem Sandhaufen liegt unberührt ein weiteres Puzzlestück der verschütteten meroitischen Zivilisation. Und: Eine riesige Aufgabe für die Zukunft. Arbeit hätte man noch genug, meinen die Forscher, für zwei- bis dreihundert Jahre.