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Anklage wegen Drogenhandel: USA setzen Kopfgeld auf Maduro aus | BR24

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Die USA haben Anklage gegen Venezuelas Staatschef Nicolas Maduro erhoben und setzten ein Kopfgeld von 15 Millionen Dollar für seine Festnahme aus. Der Vorwurf lautet: Drogenhandel und Geldwäsche.

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Anklage wegen Drogenhandel: USA setzen Kopfgeld auf Maduro aus

Die USA haben Anklage gegen Venezuelas Staatschef Nicolas Maduro erhoben und setzten ein Kopfgeld von 15 Millionen Dollar für seine Festnahme aus. Der Vorwurf lautet: Drogenhandel und Geldwäsche.

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Seit über einem Jahr dringen die USA auf einen Machtwechsel in Venezuela. Nun legen sie mit einer Anklage wegen Drogenhandels und Geldwäsche gegen Präsident Nicolas Maduro und mehrere Vertraute nach . Maduro ist angeblich einer der größten Dealer der gesamten Region.

US-Regierung setzt Kopfgeld von 15 Millionen Dollar aus

"Das venezolanische Regime ist in Kriminalität und Korruption verstrickt", sagte Justizminister William Barr am Donnerstag. Zugleich setzte die US-Regierung auf Maduro eine Art Kopfgeld von 15 Millionen Dollar aus. Den Ermittlungen zufolge arbeitet die Regierung in Caracas mit Dissidenten der früheren kolumbianischen Rebellenorganisation Farc zusammen, um Kokain in die Vereinigten Staaten zu schmuggeln.

USA fordert Machtwechsel in Venezuela

Die US-Regierung gehört zu den erbittertesten Gegnern Maduros. Sie erkannte Oppositionsführer Juan Guaido Anfang 2019 als legitimen Interimspräsidenten an. Seither fordert sie einen Machtwechsel. Guaidó kann sich in Venezuela bislang aber nicht durchsetzen. Als er sich zum Übergangspräsidenten erklärt hatte, mobilisierte er noch die Massen. Inzwischen hat der Zulauf abgenommen. Maduro sitzt trotz verstärkter US-Sanktionen weiter fest im Sattel.

Venezuela gilt als einer der korruptesten Staaten der Welt

Die Opposition begrüßte die Anklage. "Maduro steht für Drogenhandel, Maduro steht für organisiertes Verbrechen", sagte Guaidos Außenbeauftragter Julio Borges. Er rief die Streitkräfte dazu auf, die Seiten zu wechseln und die Opposition zu unterstützen. Venezuela gilt als einer der korruptesten Staaten der Welt. Militärs und Politiker sollen in illegalen Bergbau und Drogenhandel verwickelt sein. Als besonders einflussreich gilt das Cartel de los Soles (Kartell der Sonnen) - ein Verbrechersyndikat aus Offizieren der Streitkräfte.

US-Justiz hofft Maduro bei einer Auslandsreise festnehmen zu können

Das US-Außenministerium lobte eine Belohnung von 15 Millionen Dollar für Informationen aus, die zur Festnahme Maduros führen. Zuhause kann der Präsident auf den Rückhalt des mächtigen Militärs setzen. Mit der Anklage hofft die US-Justiz nun, ihn bei einer Auslandsreise festnehmen und dann in den USA vor Gericht stellen zu können. Eine Anklage gegen einem amtierenden Staatschef ist äußerst ungewöhnlich. In den 1980er Jahren waren die USA in ähnlicher Weise gegen Panamas De-facto-Staatschef Manuel Noriega vorgegangen.

Staatsanwalt wirft Maduro eine "drogen-terroristische" Partnerschaft vor

Die Ermittlungen der US-Behörden gegen Maduro laufen Barr zufolge schon seit mindestens zehn Jahren. Staatsanwalt Geoffrey Berman sagte: "Maduro und seine Komplizen unterhalten seit 20 Jahren eine drogen-terroristische Partnerschaft mit den Farc."

Den US-Ermittlungen zufolge schmuggelten die Farc und ihre Unterstützer in der venezolanischen Regierung zuletzt bis zu 250 Tonnen Kokain pro Jahr nach Mittelamerika. "Maduro und die anderen Angeklagten wollen die USA mit Kokain fluten, um die Gesundheit und das Wohlergehen unserer Nation zu untergraben", sagte Staatsanwalt Berman. "Maduro benutzt Kokain als Waffe."

Ziel der Anklage sei Wahlpolitik

Der ehemalige Pentagon-Mitarbeiter Frank Mora kommentierte, die US-Regierung verfolge mit den Anklagen eher das Ziel, Wähler unter den lateinamerikanischen Einwanderern in Florida zu gewinnen, als die Krise in Venezuela zu lösen. "Wir werden nicht hineingehen und ihn schnappen", sagte Mora, inzwischen der Leiter der Lateinamerika-Studien an der Florida International University."Hierbei geht es nicht um Regimewechsel oder Wiederherstellung der Demokratie in Venezuela. Es geht um Wahlpolitik."

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