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Angriff auf Vorsitzenden der jüdischen Gemeinde Graz | BR24

© picture-alliance/ Rodemann

Mehrmals das Ziel von Anschlägen: Synagoge Graz

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    Angriff auf Vorsitzenden der jüdischen Gemeinde Graz

    Der Vorsitzende der jüdischen Gemeinde in Graz ist von einem Unbekannten mit einem Holzprügel angegriffen worden. In den vergangenen Tagen hatte es bereits mehrfach Übergriffe gegen das Grazer Synagogengebäude und das Gemeindezentrum gegeben.

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    Der Vorsitzende der Jüdischen Gemeinde in der österreichischen Stadt Graz ist am Samstag von einem Mann mit einem Holzprügel angegriffen worden. Elie Rosen saß während des Angriffs in einem Auto, wie die Polizei mitteilte. Der Angreifer konnte fliehen.

    Mehrere Anschläge auf die Synagoge in den vergangenen Tagen

    Zuvor hatte es in den vergangenen Tagen mehrere Anschläge auf die Grazer Synagoge gegeben: In der Nacht zu Freitag waren mehrere Fenster des Gebäudes mit einem Zementbrocken eingeworfen worden. In der Nacht zu Dienstag schmierte ein Unbekannter pro-palästinensische Parolen auf das Gebäude und das nahe gelegene Gemeindezentrum. "Ein Zusammenhang mit den letzten Vorfällen rund um die Grazer Synagoge liegt nahe", bestätigte die Polizei.

    Der Täter schlug mit einem Baseballschläger zu

    Die Jüdische Gemeinde erklärte, Rosen habe sein Auto verlassen und sei mit einem großen Holzprügel angegriffen worden. Er habe sich "sich in letzter Minute in den PKW zurück flüchten" können. Der Angreifer habe noch mit dem Baseballschläger auf das Fahrzeug eingeschlagen.

    Solidaritätsbekundungen und Appelle gegen Antisemitismus

    Im Kurznachrichtendienst Twitter werden derweil auch Fragen laut, ob die Polizei den Schutz für den Vorsitzenden der jüdischen Gemeinde in Graz nach den Anschlägen der vergangenen Tage nicht angemessen verstärkt habe.

    Zahlreiche Nutzer reagierten außerdem schockiert und mit Solidaritätsbekundungen an die jüdische Gemeinde. "Antisemitismus darf nie mehr Platz finden in Österreich!" twitterte der ehemalige Vorsitzende der Österreichischen Bischofskonferenz, der Wiener Kardinal Christoph Schönborn.

    Der Generalsekretär der Israelitischen Kultusgemeinde Wien, Benjamin Nägele twitterte, der Angriff auf Elie Rosen sei "ein Angriff auf ganz Österreich".

    Jüdische Persönlichkeiten und Verbände bestürzt und wütend

    "Ich bin es leid", twitterte Ruben Gerczikow von der Jüdischen Studierendenunion Deutschland. "Ich bin es leid von Sachbeschädigungen an jüdischen Friedhöfen und Synagogen zu lesen. Ich bin es leid von Angriffen auf Juden und Jüdinnen zu hören." Ähnlich fassungslos zeigen sich die Jüdischen österreichischen HochschülerInnen, die auf Twitter fordern: "Die Sicherheit von Jüdinnen, Juden und Synagogen muss gewährleistet sein!" Das American Jewish Comitee Berlin äußerte sich ebenso "entsetzt über diesen antisemitischen Angriff".

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