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Angriff auf Moschee in Oslo war versuchter Terroranschlag | BR24

© ARD/Christian Stichler

Die Polizei in Norwegen wertet den Angriff auf eine Moschee am Samstagabend als "versuchte terroristische Tat". Die Ermittlungen hätten ergeben, dass der Täter rechtsextremistische Ansichten hat, so die Polizei.

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Angriff auf Moschee in Oslo war versuchter Terroranschlag

Die Polizei in Norwegen wertet den Angriff auf eine Moschee am Samstagabend als "versuchte terroristische Tat". Die Ermittlungen hätten ergeben, dass der Täter rechtsextremistische Ansichten hat, so die Polizei.

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Bei dem bewaffneten Angriff auf eine Moschee in Norwegen handelt es sich nach Angaben der Polizei um einen versuchten Terroranschlag. Der mutmaßliche Täter vertrete offenbar rechtsextreme und ausländerfeindliche Ansichten, sagte der leitende Ermittler Rune Skjold vor Journalisten in Oslo. Der Mann habe Sympathie für den norwegischen Nazi-Kollaborateur Vidkun Quisling (1887-1945) zum Ausdruck gebracht und sich feindselig gegen Einwanderer geäußert.

Moscheebesucher überwältigte Angreifer

Der gebürtige Norweger war am Samstagabend mit zwei Schrotflinten und einer Pistole bewaffnet in die Moschee in Baerum bei Oslo eingedrungen. Dort hielten sich zu dem Zeitpunkt nur drei Gläubige auf. Einer von ihnen konnte den Angreifer überwältigen, der dann festgenommen wurde. In der Wohnung des Angreifers wurde später die Leiche einer Frau gefunden. In welcher Beziehung sie zum ihm gestanden hat, blieb zunächst unklar.

Verdächtige lobte Anschlag in Christchurch

Die Internet-Aktivitäten des Festgenommenen samt seiner jüngsten Nachrichten in sozialen Netzwerken und Online-Foren werden derzeit überprüft. In einer der Nachrichten, die laut dem Sender TV2 nur Stunden vor der Tat verfasst wurde, soll sich der Verdächtige lobend über den Terroranschlag auf zwei Moscheen im neuseeländischen Christchurch geäußert haben, bei dem ein Rechtsextremist im März 51 Menschen erschossen und weitere 50 verletzt hatte.

Norwegens Ministerpräsidentin Erna Solberg besuchte am Sonntag Mitglieder der Gemeinde in Baerum, die sich zur Feier des Opferfestes Eid al-Adha in einem Hotel versammelt hatten. Die Polizei verstärkte die Präsenz vor anderen Moscheen des Landes. Es seien aber keine "konkreten Drohungen" bekannt, hieß es.