BR24 Logo
BR24 Logo
Deutschland & Welt

Merkel regiert aus dem Homeoffice - Erster Corona-Test negativ | BR24

© BR

Das Coronavirus sorgt dafür, dass immer mehr Menschen im Homeoffice arbeiten. Das gilt seit Sonntagabend auch für die Kanzlerin: Nach dem Kontakt mit einem Infizierten bleibt Merkel vorsorglich zuhause. Ein erster Corona-Test bei ihr war negativ.

Per Mail sharen
  • Artikel mit Audio-Inhalten

Merkel regiert aus dem Homeoffice - Erster Corona-Test negativ

Das Coronavirus sorgt dafür, dass immer mehr Menschen im Homeoffice arbeiten. Das gilt seit Sonntagabend auch für die Kanzlerin: Nach dem Kontakt mit einem Infizierten bleibt Merkel vorsorglich zuhause. Ein erster Corona-Test bei ihr war negativ.

Per Mail sharen

Seit Sonntagabend ist Angela Merkel vorsorglich in häuslicher Quarantäne. Arbeiten im Homeoffice und Warten auf das erste Testergebnis. Am späten Nachmittag dann vorläufige Entwarnung: Es gibt keine Anzeichen für eine Infektion.

Regierungssprecher Steffen Seibert sagte, ein erster Test sei negativ ausgefallen. Es werde aber in den kommenden Tagen sicherheitshalber weitere Tests geben.

Zuvor hatte Seibert betont, die Bundeskanzlerin sei auch in Quarantäne "in der Lage und ausgestattet, ihre Dienstgeschäfte zu führen". Ihr Tagesablauf habe schon zuvor wegen der Coronavirus-Vorsichtsmaßnahmen vor allem aus einer Abfolge aus Video- und Telefonkonferenzen bestanden. Für Treffen von Angesicht zu Angesicht gebe es Abstandsregelungen - deswegen, so betont Seibert, müsse zum Beispiel er selbst trotz eines Kontaktes mit der Bundeskanzlerin am Sonntagnachmittag nicht auf das Virus getestet werden.

Aktuelles zum Coronavirus finden Sie hier.

"Wir kennen uns ja alle an der Stimme"

Die Abstandsregelungen gelten auch für die Sitzungen des Bundeskabinetts. Sie finden in einem größeren Raum statt als sonst, damit die Mitglieder nicht dicht an dicht sitzen. Zur Sitzung am Vormittag wurde Merkel per Telefon zugeschaltet - also "nicht mit Bild", wie Bundesfinanzminister Olaf Scholz sagte, aber "wir kennen uns ja alle an der Stimme". Jemanden als Hologramm erscheinen zu lassen, das sei technisch bekanntermaßen noch nicht möglich. Für die Regierungsbefragung am Mittwoch im Deutschen Bundestag bedeutet das: Merkel hat Scholz gebeten, sie zu vertreten.

Merkels Arzt mit Corona infiziert

Merkel hatte sich am Sonntagabend in häusliche Quarantäne begeben. Der Grund: Kontakt mit einem Covid-19-Erkrankten. Die Bundeskanzlerin hatte sich am Freitag von einem Arzt vorsorglich gegen Pneumokokken impfen lassen und kam damit einer allgemeinen Empfehlung von Experten nach. Bei geimpften Patienten verläuft eine Lungenentzündung deutlich milder. Bei dem Impfarzt wurde allerdings später das Coronavirus nachgewiesen.

Dank für gute Wünsche

Über ihren Sprecher ließ die Bundeskanzlerin ausrichten, sie wolle "herzlich allen danken" für die Wünsche, gesund zu bleiben. Jede einzelne Botschaft werde sie nicht beantworten können, dafür seien es zu viele.

💡 Vorsorglich in Quarantäne oder selbst infiziert - vom Coronavirus bisher betroffene Politikerinnen und Politiker:

1. Angela Merkel (CDU): vorsorglich in häuslicher Quarantäne, erster Test negativ

2. Friedrich Merz (CDU): positiv getestet.

3. Cem Özdemir (Grüne): positiv getestet.

4. Henriette Reker (parteilos): vorsorglich in häuslicher Quarantäne.

5. Karl Lauterbach, Eva Högl, Johannes Fechner und zwölf weitere Abgeordnete und Mitarbeiter der SPD-Bundestagsfraktion: vorsorglich in häuslicher Quarantäne.

6. Hagen Reinhold (FDP): positiv getestet.

"Darüber spricht Bayern": Der neue BR24-Newsletter informiert Sie immer montags bis freitags zum Feierabend über das Wichtigste vom Tag auf einen Blick – kompakt und direkt in Ihrem privaten Postfach. Hier geht’s zur Anmeldung!