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Angeklagter gesteht Schläge mit Gürtel auf jungen Israeli | BR24

© dpa-Bildfunk/ Foto: Paul Zinken

Mann mit Kippa

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    Angeklagter gesteht Schläge mit Gürtel auf jungen Israeli

    Ein 19-jähriger Syrer hat gestanden, vor gut zwei Monaten einen Kippa tragenden Israeli in Berlin mit seinem Gürtel geschlagen zu haben. Bei dem Prozess im Amtsgericht Tiergarten sagte der Angeklagte, er habe den Mann nur einige Male getroffen.

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    Zuvor sei er allerdings von dem Israeli oder dessen Begleiter beleidigt und beschimpft worden.

    Im Lauf des Tages sollten noch der junge Israeli sowie weitere Zeugen aussagen. Das Urteil könnte noch heute verkündet werden. Der Fall wird in Berlin ungewöhnlich schnell juristisch aufgearbeitet: Bereits einen Monat nach dem Angriff war Anklage wegen gefährlicher Körperverletzung und Beleidigung erhoben worden. 

    Der seit 2015 in Deutschland lebende Angeklagte sitzt in Untersuchungshaft. Der Mann war einer Flüchtlingsunterkunft in Brandenburg zugewiesen, hielt sich aber in Berlin auf. 

    Opfer filmte Angriff

    Der Israeli hatte den Angriff am 17. April gefilmt und das Video ins Internet gestellt. In dem Filmausschnitt war zu sehen, wie ein Mann mit einem Gürtel auf den Filmenden einschlägt und auf arabisch "Jude" ruft. Laut Anklage traf die Gürtelschnalle das Opfer im Gesicht, am Bauch und an den Beinen, eine Lippe platzte auf. Demnach wurde der Israeli mit dem Gürtel mindestens zehn Mal geschlagen. 

    Antisemitismus-Beauftragter ruft zur Zivilcourage auf

    Der Antisemitismus-Beauftragte der Bundesregierung Felix Klein hatte vor dem Prozessauftakt zu Zivilcourage aufgerufen. Im Südwestrundfunk sagte er, die Menschen sollten bei anti-jüdischen Vorfällen aufstehen und diese nicht hinnehmen.