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Angeklagter bestreitet Tatbeteiligung | BR24

© pa/dpa/Rolf Vennenbernd

Hauptangeklagter Walid S. in Bonner Prozess um Tod von Niklas

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    Angeklagter bestreitet Tatbeteiligung

    Der Hauptangeklagte im Prozess um den Tod des verprügelten Schülers Niklas in Bonn hat jegliche Beteiligung an der Schlägerei bestritten. Er sei zur fraglichen Zeit gar nicht am Tatort gewesen, ließ der 21-Jährige über seinen Anwalt mitteilten.

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    In dem Prozess am Bonner Landgericht wirft die Staatsanwaltschaft dem Angeklagten Walid S. vor, den 17-jährigen Niklas im auf einer Straße im Bonner Stadtteil Bad Godesberg mit einem Faustschlag gegen die Schläfe niedergestreckt zu haben. Dann soll er ihm gegen den Kopf getreten haben. Niklas starb wenige Tage später im Krankenhaus. Die Tat löste weithin Trauer und Entsetzen aus.

    Medizinische Gefäßschäden belegt

    Ein rechtsmedizinisches Gutachten hatte ergeben, dass Niklas' Gefäße im Gehirn vorgeschädigt waren. Auslösend für seinen Tod sei daher bereits der Schlag gewesen, der im Normalfall keine tödlichen Folgen gehabt hätte. Die Anklage lautet deshalb auf Körperverletzung mit Todesfolge.

    Der zweite Angeklagte, ebenfalls 21 Jahre alt, soll in der Tatnacht eine Begleiterin von Niklas geschlagen haben. Er will sich nach Angaben seines Verteidigers in der Hauptverhandlung nicht zu dem Geschehen äußern. Der 21-Jährige räumte über seinen Anwalt lediglich ein, zu einem späteren Zeitpunkt einen mutmaßlichen Tatzeugen geschlagen zu haben, weil dieser ihn provoziert habe.

    Für den Prozess hat das Landgericht zunächst 17 Tage angesetzt.