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Ampelkoalition (Symbolbild)

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    Ampel-Sondierungen: Gemischte Reaktionen aus Bayern

    FDP, Grüne und die SPD wollen Sondierungsgespräche für eine Ampelkoalition im Bund aufnehmen. Darauf reagieren bayerische Politiker je nach Parteizugehörigkeit mahnend oder hoffnungsvoll. Mal ist von "Ernüchterung", mal von "erster Wahl" die Rede.

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    Von
    • Vera Cornette
    • Eva Lell

    Fragen, die die CDU betreffen, müsse die CDU klären – das sagte CSU-Chef Markus Söder. Christian Doleschal, der Vorsitzende der Jungen Union in Bayern, sieht das offenbar anders. Er sagte BR24, bisher habe niemand die Verantwortung für die schlimmste Wahlniederlage in der Geschichte der Union übernommen. In den nächsten Tagen müsse das Ergebnis analysiert werden. Eine Aussage, die wenig Interpretationsspielraum lässt: Gemeint sein dürfte der derzeitige CDU-Chef Armin Laschet.

    Ex-CSU-Chef Huber warnt vor "Ernüchterung"

    Die Vorsitzende der Oberbayern-CSU, Landtagspräsidentin Ilse Aigner, mahnt, in einer Ampel würde es weniger bayerische Minister geben. Ob bayerische Themen da noch eine Rolle spielen – es könne schwierig werden, so Aigner. Ex-CSU-Chef Erwin Huber sagte auf BR-Anfrage, die "riesigen Erwartungen" an ein Ampelbündnis könnten bald zu einer "Ernüchterung" führen.

    Der Vorsitzende der bayerischen FDP, Daniel Föst, findet es "sinnvoll", dass sich zuerst die Wahlgewinner SPD, Grüne und FDP an einen Tisch setzen und auslosten, wie eine Regierung aussehen könnte. Gleichzeitig stellte er klar: "Die Ampel ist kein Selbstläufer."

    FDP-Politiker Hagen fordert Fairness von Söder

    Sein Partei-Kollege und Vorsitzende der Landtagsfraktion, Martin Hagen, wandte sich via Twitter an Markus Söder: "Jamaika bleibt eine Option. Wenn Sie" – gemeint ist Markus Söder - "lieber in die Opposition wollen, sagen Sie es - wäre fair ggü (sic!) Bevölkerung & CDU."

    Grüne sehen Ampel als "erste Wahl"

    Als "erste Wahl" bezeichnete Eva Lettenbauer, Landeschefin der Grünen, die Ampelkoalition. Sie begrüßte, dass die Parteien nicht "ewig in Vorsondierungen verharrten", stellte aber auch fest, dass es noch viele Differenzen zu überbrücken gebe.

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