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Amnesty-Menschenrechtspreis für Thunberg und Fridays for Future | BR24

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Die schwedische Umweltaktivistin Greta Thunberg ist in Washington mit dem Amnesty-Award, dem wichtigsten Menschenrechtspreis, ausgezeichnet worden.

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Amnesty-Menschenrechtspreis für Thunberg und Fridays for Future

Die Klima-Aktivistin Greta Thunberg und die Bewegung "Fridays for Future" haben in Washington den Amnesty-Menschenrechtspreis erhalten. Die Auszeichnung sei für "all die furchtlosen Jugendlichen, die für ihre Zukunft kämpfen", sagte die 16-Jährige.

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Die schwedische Klimaaktivistin Greta Thunberg und die Bewegung "Fridays for Future" sind am Montagabend in Washington mit dem Menschenrechtspreis von Amnesty International ausgezeichnet worden. Die Auszeichnung sei für "all die furchtlosen Jugendlichen, die für ihre Zukunft kämpfen", sagte die 16-jährige Greta.

"Greta Thunberg und die Hunderttausenden Mitglieder der Bewegung Fridays for Future warnen uns mit entschlossenem, beharrlichem Einsatz Woche für Woche vor der existenziellen Bedrohung, welche die Klimakrise für Millionen von Menschen darstellt." Markus Beeko, Generalsekretär von Amnesty International in Deutschland

Amnesty: Rechte auf Leben und sauberes Wasser bedroht

Für Amnesty sei der Einsatz für den Klimaschutz eng mit dem Kampf für den Menschenrechtsschutz verbunden, sagte Markus Beeko, Generalsekretär von Amnesty International in Deutschland: "Jedes Jahr werden Hunderte Menschenrechtler getötet. Viele von ihnen sind Land- und Umweltaktivisten. Bereits heute fehlt Millionen von Menschen aufgrund von Umweltverschmutzung und Versalzung der Zugang zu sauberem Trinkwasser, andere verlieren ihr Zuhause durch Überschwemmungen."

"Fridays for Future" mit wichtiger Rolle für Menschenrechte

Weltweit gebe es jährlich 26,4 Millionen Binnenvertriebene aufgrund von wetterbedingten Katastrophen, die auf die Klimakrise zurückzuführen seien. "Die Klimakrise bedroht ganz konkret die Rechte auf Leben, Gesundheit, Nahrung, sauberes Wasser oder eine angemessene Unterkunft. Fridays for Future übernimmt eine wichtige Rolle im Einsatz gegen Menschenrechtsverletzungen und damit für unser aller Lebensgrundlage", betonte Beeko.

Greta Thunberg: Ein Jahr Protest für mehr Klimaschutz

Die Schwedin Greta Thunberg protestiert seit August 2018 für Klimaschutz. Aus ihrem Schulstreik ist eine internationale Protestbewegung geworden. An den Kundgebungen beteiligen sich regelmäßig Hunderttausende Anhänger.

Mit ihrer höchsten Auszeichnung, dem sogenannten "Ambassador of Conscience Award" ("Botschafter des Gewissens"), ehrt Amnesty Künstler und andere Persönlichkeiten, die sich für die Verteidigung der Menschenrechte einsetzen. Erster Preisträger war 2003 der tschechische Bürgerrechtler Vaclav Havel. Die Würdigung ging auch an den südafrikanischen Friedensnobelpreisträger Nelson Mandela, die pakistanische Kinderrechtsaktivistin Malala Yousafzai und den chinesischen Künstler Ai Weiwei.