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Amnestie nach Waffensammlung beim KSK: Ruf nach Aufklärung | BR24

© dpa-Bildfunk/Franziska Kraufmann

Kommando Spezialkräfte KSK.

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    Amnestie nach Waffensammlung beim KSK: Ruf nach Aufklärung

    Nach neuen Berichten um unterschlagene Munition bei der Bundeswehr-Eliteeinheit KSK fordern Linkspartei und die Wehrbeauftragte Eva Högl umfangreiche Aufklärung. Erste Rufe nach einem Rücktritt des KSK-Chefs Markus Kreitmayr werden laut.

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    Von
    • Kai Küstner

    Von einer 'Bewährungschance' für die Bundeswehr-Eliteeinheit hatte Verteidigungsministerin Kramp-Karrenbauer wiederholt gesprochen, nachdem beim Kommando Spezialkräfte immer neue rechtsextreme Verdachtsfälle aufgetaucht waren und die Einheit daraufhin umgebaut worden war.

    Hoffnungsträger unter Druck

    Doch angesichts neuer Enthüllungen gerät die Führungsebene des KSK erheblich unter Druck und damit auch jener Mann, der mit einem viel beachteten Brandbrief im Frühjahr vergangenen Jahres Rechtsextremismus in seinem Verband eine klare Absage erteilt hatte und auf dem daher viele Hoffnungen ruhen: KSK-Chef Markus Kreitmayr.

    Unterschlagene Munition straffrei zurückgegeben

    NDR und WDR hatten berichtet, dass Soldaten der Eliteeinheit unterschlagene Munition im Frühjahr 2020 straffrei hatten zurückgeben und in aufgestellte Boxen am KSK-Standort Calw hätten deponieren können: "Sollte der KSK-Kommandeur für diese Munitions-Rückgabe-Amnestie verantwortlich sein, ist nicht mehr nur er nicht mehr haltbar und muss zurücktreten", sagt jetzt der stellvertretende Vorsitzende der Linkspartei, Tobias Pflüger.

    Wehrbeauftragte will lückenlose Aufklärung

    Bei der Sammelaktion war dem Bericht zufolge mehr Munition zusammengekommen, als überhaupt vermisst wurde. Auch die Wehrbeauftragte Eva Högl forderte in der ARD lückenlose Aufklärung, Das Thema wird diesen Mittwoch den Verteidigungsausschuss beschäftigen.

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