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Amerikaner sind zu dick: Die Lebenserwartung in den USA sinkt | BR24

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Lebenserwartung in USA sinkt: Wie sieht es in Deutschland aus?

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    Amerikaner sind zu dick: Die Lebenserwartung in den USA sinkt

    Laut WHO-Gesundheitsstatistik geht in den USA die Lebenserwartung zurück. Einer der Gründe: Fettleibigkeit. Wie sieht die Situation in Deutschland aus?

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    Anders als in den meisten Ländern der Welt geht in den USA die Lebenserwartung zurück. Bis 2014 ging es dort nach der neuen Gesundheitsstatistik der Weltgesundheitsorganisation (WHO) noch aufwärts: 2014 hatten neugeborene US-Amerikaner eine Lebenserwartung von 79 Jahren. Ein Jahr später waren es nur noch 78,6 und im Jahr 2016 nur noch 78,5 Jahre. "Fettleibigkeit ist einer der Gründe", sagte WHO-Datenspezialistin Samira Asma am Donnerstag in Genf.

    Deutschland: Stetiger Aufwärtstrend bei der Lebenserwartung

    Für Deutschland weist die Analyse einen stetigen Aufwärtstrend auf: Im Jahr 2000 lag die durchschnittliche Lebenserwartung bei 78,1 Jahren, 2016 bei 81 Jahren. Im weltweiten Durchschnitt stieg die Lebenserwartung von 2000 bis 2016 von 66,5 auf 72 Jahre. Die größten Fortschritte gelangen durch eine bessere gesundheitliche Versorgung von Kindern unter fünf Jahren, wie Richard Cibulskis, Autor des Berichts, sagte.

    Immer noch: Frauen leben länger als Männer

    Mädchen, die 2019 geboren werden, dürfen nach der WHO-Statistik damit rechnen, 4,4 Jahre länger zu leben als Jungen. Weltweit leben Frauen länger als Männer. Das habe damit zu tun, dass Männer weniger gesund lebten, so die WHO. Rauchen, Alkoholkonsum und ungesunde Ernährung seien bei Männern üblicher. Ein weiterer Grund sei, dass Männer oft lange zögerten, bis sie zum Arzt gingen.

    Über die Hälfte der Menschheit medizinisch unzureichend versorgt

    Das Statistische Jahrbuch erscheint zum Weltgesundheitstag am 7. April. Er steht unter dem Motto "Gesundheitsfürsorge für alle". Mehr als die Hälfte der Weltbevölkerung sei noch nicht ausreichend versorgt. Ziel der WHO ist es, dass eine Milliarde Menschen bis 2023 zusätzliche medizinische Hilfe bekommen. "Die Versorgung muss zugänglich sein, bezahlbar und effektiv", so WHO-Direktor Tedros Adhanom Ghebreyesus.