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DBB: Mehr als 10.000 offene Stellen im öffentlichen Dienst | BR24

© picture alliance/Markus Scholz

Archivbild: Arbeitsplatzkennzeichnung im Einwohnermeldeamt

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    DBB: Mehr als 10.000 offene Stellen im öffentlichen Dienst

    Mehr als 10.000 Stellen sind nach Angaben des Beamtenbunds DBB allein in Nordrhein-Westfalen unbesetzt. 60 Prozent der Bürger halten den Staat für überfordert, so eine Umfrage.

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    Die Auswirkungen des Personalmangels im öffentlichen Sektor spüren die Bürger. Das zeige eine repräsentative Befragung, wie der der DBB Nordrhein-Westfalen in Düsseldorf mitteilte. Über 60 Prozent der 2006 repräsentativ ausgewählten Befragten halten den Staat demnach für überfordert. Rund ein Drittel ist der Meinung, die Leistungsfähigkeit des öffentlichen Dienstes habe abgenommen. Das geht aus einer am Dienstag in Berlin vorgestellten Befragung des Instituts Forsa hervor, die der DBB jährlich in Auftrag gibt.

    Fünf von sechs Befragten hatten im vergangenen Jahr Behördenkontakt

    "Die Ergebnisse wiegen umso schwerer, da fünf von sechs Bürgerinnen und Bürger im vergangenen Jahr mindestens einmal Kontakt mit einer Behörde hatten", unterstrich der Landesvorsitzende Roland Staude.

    Immer mehr Aufgaben – immer weniger Personal

    Grund für die negative Einschätzung sei die steigende Arbeitsbelastung im öffentlichen Dienst. "Immer mehr Aufgaben müssen von immer weniger Beschäftigten erledigt werden."

    Pensionierungswelle der nächsten Jahre wird Problem verschärfen

    Zwar seien im Landeshaushalt Stellen zur Verfügung gestellt worden, die könnten wegen des Fachkräftemangels jedoch häufig nicht besetzt werden. Wegen der absehbaren Pensionierungswelle werde sich das Problem in den nächsten Jahren verschärfen, prognostizierte Staude.

    Öffentlicher Dienst ist uninteressant

    Er verlangte von der Landesregierung eine Attraktivitätsoffensive: "Starre Strukturen, lange Arbeitszeiten und eine Besoldung, die deutlich unter der Privatwirtschaft liegt - das alles macht den öffentlichen Dienst für Fachkräfte nicht gerade attraktiv."