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Alle Bergleute nach Verpuffung gerettet - Zwei Verletzte | BR24

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In einer Mine in Teutschenthal wurden bei der Explosion eines Gasgemisches zwei Kumpel verletzt. 35 weitere konnten sich in einen Sicherheitsgereich retten und wurden geborgen.

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Alle Bergleute nach Verpuffung gerettet - Zwei Verletzte

Die nach einer Verpuffung in der Grube Teutschenthal in Sachsen-Anhalt zeitweise unter Tage eingeschlossenen 34 Bergleute sind befreit worden. Das teilte die Polizei Halle mit. Zwei Menschen wurden verletzt. Die Polizei hat Ermittlungen aufgenommen.

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Nach einer Verpuffung in der Bergbaugrube Teutschenthal in Sachsen-Anhalt hat die Polizei Ermittlungen aufgenommen. Das teilte ein Polizeisprecher am Freitag am Ort des Geschehens mit. Bei dem Unglück seien ein 24 Jahre alter Mann leicht und ein 44-Jähriger schwer verletzt worden. Beide hätten einen Schock erlitten und seien ins Krankenhaus gebracht worden. Beide Bergmänner, ein Deutscher und ein Pole, hätten selbstständig laufen können und seien ansprechbar gewesen. Die polizeilichen Ermittlungen würden wegen fahrlässiger oder vorsätzlicher Körperverletzung geführt.

Alle 34 Bergleute wohlbehalten gerettet

Nach Angaben des Unternehmens hatten nach der Verpuffung 34 Männer zunächst unter Tage ausharren müssen. Sie befanden sich in Sicherheitsräumen und waren mit Sauerstoff versorgt, wie ein Sprecher des Landesbergamts in Halle/Saale sagte. Diese hätten sie später in Begleitung der Grubenwehr selbstständig verlassen. Alle Bergleute seien wohlbehalten, teilte die Polizei mit.

Experten gehen Unfallursache auf den Grund

Nach der Rettung aller Bergleute sollte sofort die Suche nach der Unglücksursache anlaufen. Es sei Entwarnung gegeben worden. Nun würden Experten des Landesbergamts unter Tage fahren und mit Untersuchungen beginnen, sagte der Abteilungsleiter Bergbau, Uwe Schaar, in Halle. Die üblichen Arbeiten in der Grube würden so lange ruhen, bis die Ursache geklärt sei. Wie lange das dauern werde, könne er noch nicht sagen, so Schaar.

Füllmaterial stammt aus Müllverbrennungsanlagen

Das in der Grube Teutschenthal für die Verfüllung von Hohlräumen verwendete Material stammt zum Teil aus Müllverbrennungsanlagen. "In dem Filterstaub ist auch Wasserstoff enthalten", sagte Erik Fillinger, technischer Geschäftsführer der Grube am Freitag vor Journalisten. Das Landesbergamt hatte in einer ersten Stellungnahme die Vermutung geäußert, dass Wasserstoff bei der Verpuffung in der Grube in Sachsen-Anhalt eine Rolle gespielt haben könnte. Nach Fillingers Angaben wurden ein deutscher und ein polnischer Bergmann bei dem Unglück am Morgen verletzt.

Spezielle Sicherungs- und Rettungsszenarien

In der Grube Teutschenthal arbeiten nach Unternehmensangaben etwa 100 Menschen. In den vergangenen 15 Jahren wurde das im Jahr 1982 stillgelegte Bergwerk umgebaut. Heute handelt es sich um ein sogenanntes Versatzbergwerk. Dort werden auf 14 Quadratkilometern Grundfläche mineralische Abfälle deponiert, um die Grube zu stabilisieren. Bis in die 1980er Jahre wurden dort Kali und Steinsalze abgebaut.

Für die Grube gebe es spezielle Sicherungs- und Rettungsszenarien, sagte der Abteilungsleiter Bergbau im Landesamt für Geologie und Bergwesen, Uwe Schaar, in Halle.

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Die nach einer Verpuffung in der Grube Teutschenthal in Sachsen-Anhalt zeitweise unter Tage eingeschlossenen mehr als 30 Bergleute sind befreit worden. Das teilte die Polizei Halle mit. Zwei Menschen wurden verletzt.