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Alexander Dobrindt
© dpa-Bildfunk/Andreas Gebert
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Alexander Dobrindt

"Einfach mal besser übereinander reden!" Diesen Appell richtet CSU-Landesgruppenchef Alexander Dobrindt an das gesamte Berliner Regierungsbündnis, "einschließlich mich selbst", räumt er im B5-Interview der Woche ein. "Wir wissen, dass wir gerade, was das Ansehen der Koalition anbelangt, Nachholbedarf haben."

"Raus aus der Sinnkrise!"

Dobrindt teilt selbst besonders gerne aus. Anfang der Woche hatte er dem sozialdemokratischen Koalitionspartner eine "Flucht nach links" vorgeworfen sowie gefordert, die SPD solle "raus aus der Sinnkrise, rein in den Regierungsmodus".

SPD nimmt Dobrindt beim Wort

Zum Mäßigungsappell des CSU-Politikers sagt SPD-Landesgruppenchef Martin Burkert dem BR: "Dobrindt sollte mit bestem Beispiel vorangehen. Bei den Themen Grundrente und Klimaschutz bin ich gespannt." Die Pläne der SPD zur Einführung einer Grundrente gehen der gesamten Union bisher deutlich zu weit. Umstritten ist, ob die Leistung generell ausgezahlt werden soll oder nur, wenn jemand wirklich bedürftig ist.

Geringes Ansehen der Groko

Dass die Koalition vorzeitig zerbricht, erwartet Dobrindt nicht: "Wir haben den Willen, dass wir in einer guten Zusammenarbeit die nächsten Monate und Jahre bestreiten." Laut jüngstem ARD-Deutschlandtrend hadern nach wie vor die meisten Bürger mit der Koalition: Nur 30 Prozent sind mit der Regierung mehr oder weniger zufrieden.