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Aktionsbündnis Winnenden verlangt mehr Prävention | BR24

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Bildrechte: pa/dpa/Sven Hoppe

Kerzen am Tatort des Amoklaufs von München

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    Aktionsbündnis Winnenden verlangt mehr Prävention

    Nach dem Amoklauf von München hat das Aktionsbündnis Winnenden zu mehr Präventionsanstrengungen aufgerufen. In der langen Vorbereitungszeit gebe es Warnsignale, die man aber erkennen müsse.

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    Alle vorliegenden Erkenntnisse aus der jüngsten Bluttat dieser Art müssten "allen zugänglich gemacht werden, die mit Prävention zu tun haben", sagte die Vorsitzende der Stiftung gegen Gewalt an Schulen, Gisela Mayer, dem "Kölner Stadt-Anzeiger". Ein Merkmal sei etwa, dass potenzielle Amokläufer sehr leicht zu kränken seien, sich zurückzögen und mit einer Tat gleichzeitig die größtmögliche Aufmerksamkeit suchten.

    Die Mutter eines Mädchens, das bei dem Amoklauf in Winnenden am 1. März 2009 getötet worden war, fügte hinzu, sie habe befürchtet, "dass es nach Erfurt und Winnenden mal wieder einen Amoklauf geben wird und dass sich der Tatort nicht unbedingt auf Schule beschränkt".

    Amokläufe in München, Winnenden und Erfurt

    In München hatte am Freitag ein 18-jähriger Deutsch-Iraner neun Menschen und sich selbst erschossen. Im baden-württembergischen Winnenden hatte ein 17-Jähriger in einer Realschule 2009 drei Lehrerinnen und neun Schüler erschossen. Auf der Flucht tötete er drei Passanten, bevor er in einem Schusswechsel mit der Polizei selbst starb. In Erfurt erschoss am 26. April 2002 ein 19-Jähriger 16 Menschen am Gutenberg-Gymnasium. Nach der Tat tötete er sich selbst.