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AKKs öffentliche Gedanken zum Afghanistaneinsatz | BR24

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Bildrechte: dpa-Bildfunk/Tobias Schwarz

Verteidigungsministerin Kramp-Karrenbauer fordert eine umfassende politische Debatte über die Lehren aus dem Afghanistaneinsatz. Gleichzeitig kündigte sie an, dass Verstärkungskräfte und eine Aufklärungsdrohne nach Afghanistan gebracht würden.

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AKKs öffentliche Gedanken zum Afghanistaneinsatz

Verteidigungsministerin Kramp-Karrenbauer fordert eine umfassende politische Debatte über die Lehren aus dem Afghanistaneinsatz. Gleichzeitig kündigte sie an, dass Verstärkungskräfte und eine Aufklärungsdrohne nach Afghanistan gebracht würden.

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Von
  • Kai Küstner

Es ist gleich eine ganze Serie von Twitter-Botschaften, in denen die Verteidigungsministerin sich öffentlich "Gedanken zum Einsatz der Bundeswehr in Afghanistan" macht: In fast 20 Jahren am Hindukusch seien "nicht alle Erwartungen erfüllt worden", gesteht die CDU-Politikerin ein.

Kramp-Karrenbauer wünscht sich Debatte über Einsatz

Auch wenn die Bundeswehr militärisch sehr viele Lehren gezogen habe, wünscht sich Annegret Kramp-Karrenbauer politisch eine "umfassende Debatte über diesen gesamtstaatlichen Einsatz", wie sie es ausdrückt. "Das sind wir schon allein denjenigen schuldig, die im Einsatz getötet oder verletzt worden sind", so die Ministerin. Die Opposition im Bundestag hatte den Regierungsparteien wiederholt vorgeworfen, sich gegen eine unabhängige Auswertung des Einsatzes zu sperren.

Was die aktuelle Lage im Land betrifft, so steht für Kramp-Karrenbauer außer Zweifel, dass die Bedrohung für die deutschen Soldatinnen und Soldaten zunehmen wird. Weshalb man nun Vorkehrungen trifft: "Verstärkungskräfte, zusätzliche Bewaffnung, Ausrüstung & Munition sowie eine weitere Aufklärungsdrohne werden nun schnell nach #Afghanistan gebracht." Kündigte die Ministerin an. Die Taliban hatten mit einem ‚großen Krieg‘ gedroht, sollten die ausländischen Truppen nicht bis 30. April das Land verlassen haben. Nach einem Abzug innerhalb von nur vier Wochen sieht es jedoch nicht aus.

Einsatz verlängern, um Taliban zum Verhandeln zu bewegen

Ende März hatte der Bundestag einer Verlängerung des Afghanistan-Mandats bis Januar kommenden Jahres zugestimmt. "Wir wollen nicht zwangsläufig bis Ende Januar 2022 bleiben", betonte Kramp-Karrenbauer. Das Mandat eröffne jedoch die Chance, den Friedensprozess zu unterstützen und geordnet abzuziehen.

Und dann bekräftigt sie erneut das Hauptargument der Bundesregierung für die Mandatsverlängerung: "Wenn wir - wie eigentlich geplant - am 30. April abziehen, gäbe es für die Taliban wenig Grund, am Verhandlungstisch zu bleiben." Twittert die Ministerin. In dem Fall, befürchtet die Bundesregierung, könnten die Islamisten die Entscheidung auf dem Schlachtfeld suchen - und das Land könnte wieder in Chaos und Bürgerkrieg versinken.

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