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AKK über Internet-Regeln: Möchte wissen, wer kommentiert | BR24

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Annegret Kramp-Karrenbauer

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AKK über Internet-Regeln: Möchte wissen, wer kommentiert

Nach ihren umstrittenen Aussagen als Reaktion auf das Video des Youtubers "Rezo" legt Annegret Kramp-Karrenbauer nach. Die CDU-Vorsitzende fordert eine strengere Netiquette - und weniger Anonymität.

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Vor Kurzem erst hatte sich Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble (CDU) für eine Klarnamenpflicht im Netz ausgesprochen, ebenso der EVP-Spitzenkandidat für das Amt des Kommissionspräsidenten, Manfred Weber (CSU). Klarnamenpflicht heißt, dass sich jeder Nutzer nur unter seinem echten Namen an Debatten im Netz beteiligen darf.

Ähnlich äußerte sich nun CDU-Chefin-Annegret Kramp-Karrenbauer. Sie verwies dabei auch auf die zahlreichen Hasskommentare nach dem gewaltsamen Tod des Kasseler Regierungspräsidenten Walter Lübcke. "Ich möchte wissen, wer hinter solchen Kommentaren steckt", sagte die CDU-Chefin der "Bild am Sonntag".

Kramp-Karrenbauer betonte zudem: "Wir müssen darüber reden, ob im Netz alles erlaubt sein darf. Oder ob wir nicht eine strengere Netiquette brauchen."

Viele Netzaktivisten sehen Klarnamenpflicht kritisch

Schon heute allerdings sind Soziale Netzwerke dazu verpflichtet, beispielsweise die IP-Adresse herauszugeben, um gegebenenfalls eine Strafverfolgung zu ermöglichen. Zudem sehen viele Netzaktivisten die Klarnamenpflicht kritisch und verweisen unter anderem auf das Beispiel Südkorea. In dem asiatischen Land galt einige Jahre lang eine Klarnamenpflicht im Internet. Hass, Häme und Beleidigungen gingen trotzdem kaum zurück.

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Rezo-Video: AKK räumt Versäumnisse ein

Kramp-Karrenbauer beklagte außerdem den Hang zur Empörung im Netz: "Im Internet droht ständig der Untergang des Abendlands", sagte die CDU-Vorsitzende. Die 56-Jährige hatte mit Aussagen zum mittlerweile berühmt gewordenen CDU-kritischen Videos des Youtubers Rezo einen Shitstorm provoziert. Diese waren so interpretiert worden, dass Kramp-Karrenbauer die Meinungsfreiheit einschränken wolle.

CDU-Chefin Kramp-Karrenbauer räumte nun ein, auf das Anti-CDU-Video Rezos falsch reagiert zu haben. Der größte Fehler sei gewesen, vier Tage für eine Reaktion zu brauchen. "Wir haben im Umgang mit diesem Video Fehler gemacht, auch ich persönlich", so die CDU-Vorsitzende.