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Chinareise des Wirtschaftsministers: Aiwanger will Handelsbeziehungen ausbauen

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Aiwanger will in China Handelsbeziehungen ausbauen

Mit einem Handelsvolumen von 30 Milliarden Euro ist China zum wichtigsten Handelspartner Bayerns geworden – noch vor den USA. Nun reist der bayerische Wirtschaftsminister Aiwanger in die Volksrepublik, um die Handelsbeziehungen weiter auszubauen.

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Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (Freie Wähler) will seine Reise dazu nutzen, die Handelsbeziehungen mit China auszubauen. Denn auch wenn sich das Wachstum in der Volksrepublik verlangsamt, bleibt China ein bedeutender Exportmarkt für Bayern. Da ist sich Aiwanger sicher.

Angst vor Ausverkauf deutscher Technologien

Gleichzeitig betrachten Wirtschaftsexperten das chinesische Engagement in Bayern seit langem mit Skepsis. Sie warnen vor einem Ausverkauf deutscher Technologien an China. Auch Wirtschaftsminister Aiwanger mahnt in diesem Punkt zu mehr Vorsicht. Chinas Streben nach Spitzentechnologie sei legitim, Bayern müsse aber aufpassen, nicht zweiter Sieger zu werden.

Zusammenarbeit ja, aber zu fairen Bedingungen und auf Augenhöhe." Hubert Aiwanger, bayerischer Wirtschaftsminister, Freie Wähler

Eine Beteiligung des chinesischen Konzerns Huawei am Aufbau des deutschen 5G-Netzes etwa, sieht Aiwanger kritisch und fordert verschärfte Sicherheitsbestimmungen.

Menschenrechte: Kein erhobener Zeigefinger

Menschenrechtsfragen will der bayerische Politiker auf seiner Chinareise nur am Rande thematisieren. Als Wirtschaftsminister wolle er in erster Linie die Wirtschaftsbeziehungen im Auge behalten. Ein zu hoch erhobener Zeigefinger hingegen könne kontraproduktiv sein.

"Die Menschenrechtslage ist eine Thematik, die man nie ausblenden kann, aber ich fahre nicht nach China, um denen die Menschenrechte beizubringen." Hubert Aiwanger

Bis Freitag ist Aiwanger mit bayerischen Unternehmern in China unterwegs, besucht die Baumesse in Shanghai und besichtigt verschiedene Firmen in der wirtschaftsstarken Region Guangdon. Im Fokus stehen das Bauen der Zukunft, die Digitalisierung und die Elektromobilität.