Zurück zur Startseite
Deutschland & Welt
Zurück zur Startseite
Deutschland & Welt

Agrarministerin Klöckner will staatliches Tierwohllabel | BR24

© pa / dpa / Soeren Stache

Julia Klöckner

Per Mail sharen

    Agrarministerin Klöckner will staatliches Tierwohllabel

    Landwirtschaftsministerin Julia Klöckner (CDU) hat angekündigt, ein staatliches Tierwohllabel für Fleisch- und Wurstwaren einzuführen. "Die Verbraucher wollen wissen, woher ein Tier kommt und wie es gehalten wurde", sagte sie der "Rheinischen Post".

    Per Mail sharen

    Klöckner sagte, die bestehenden Initiativen aus der Agrarbranche und von Supermärkten reichten nicht aus. "Für mich steht fest: Verlässlichkeit und Übersicht für die Verbraucher gibt es nur mit einem staatlichen Label, an dessen Einführung wir bereits arbeiten." Das staatliche Tierwohllabel werde klare, einheitliche Kriterien haben. Unter anderem solle es Zeiten festlegen, wie und wie lange Tiere zum Schlachten transportiert werden dürfen.

    Preisanstieg nicht ausgeschlossen

    Die Ministerin räumte ein, dass mit einer solchen Auszeichnung auch höhere Preise für Fleisch einhergehen könnten.

    "Es wird immer noch so sein, dass es auch preiswertes Fleisch gibt. Die Verbraucher sollen sich künftig aber bewusst dafür entscheiden können, zu den Waren zu greifen, die aus Ställen mit mehr Tierwohl kommen." Julia Klöckner (CDU), Landwirtschaftsministerin 

    Sie werde niemandem Vorschriften machen, was er kaufen und essen solle, so Klöckner. "Die Verbraucher können selbst entscheiden, was ihnen Tierwohl auch im Preis wert ist."

    Tierwohl - der zweite Versuch

    Klöckners Amtsvorgänger Schmidt hatte bereits Ende 2016 angekündigt, ein staatliches Tierwohllabel einführen zu wollen. Der Deutsche Tierschutzbund zertifiziert bereits Hühnchen- und Schweinefleisch sowie Eier und Milch mit seinem Siegel "Für mehr Tierschutz". Handel und Agrarbranche haben zudem eine "Initiative Tierwohl" gegründet, bei der Landwirte für das Einhalten von Haltungsstandards honoriert werden. Das Geld dafür kommt aus Fleischverkäufen in den teilnehmenden Supermarktketten.