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Affäre um "Gorch Fock": Ministerium räumt schwere Fehler ein | BR24

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Die Kosten für die Instandsetzung des Segelschulschiffs "Gorch Fock" sind explodiert. Nun bestätigte das Verteidigungsministerium, dass die Vorwürfe des Rechnungshofs zutreffen - zumindest weitgehend.

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Affäre um "Gorch Fock": Ministerium räumt schwere Fehler ein

Die Kosten für die Instandsetzung des Segelschulschiffs "Gorch Fock" sind explodiert. Nun bestätigte das Verteidigungsministerium, dass die Vorwürfe des Rechnungshofs zutreffen - zumindest weitgehend.

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In der Affäre um das Segelschulschiff "Gorch Fock" hat das Bundesverteidigungsministerium laut einem Zeitungsbericht gravierende Fehler eingeräumt. Das Ministerium habe nach einer umfangreichen Prüfung der internen Revision die Vorwürfe des Bundesrechnungshofs weitgehend bestätigt, berichtet die "Welt".

Anfang Januar hatte der Rechnungshof laut Medienberichten in einem Prüfbericht schwere Versäumnisse bei der Instandsetzung des 1958 gebauten Segelschiffs festgestellt. Bemängelt wurde demnach unter anderem, dass es vor der Instandsetzung weder eine umfassende Schadensaufnahme noch eine ausreichende Untersuchung der Wirtschaftlichkeit gegeben habe.

Kosten stark gestiegen

Ende 2015 waren für die Sanierung des Dreimasters noch knapp zehn Millionen Euro veranschlagt worden. Inzwischen liegen die Kosten bei 135 Millionen Euro. Die mit den Arbeiten beauftragte Elsflether Werft stellte einen Insolvenzantrag. Wie es mit dem Segelschulschiff weiter geht, ist unklar.

Dem Bericht zufolge heißt es aus dem Ministerium, obwohl die Prüfungen noch nicht abschließend aufgearbeitet worden seien, folge man dem überwiegenden Teil der Darstellungen des Bundesrechnungshofs sowie den Empfehlungen im Wesentlichen. Die Stellungnahme sei dem Bundestag am Donnerstag übermittelt worden.

Keine Gefahr für Besatzung

Einige Vorwürfe weist das Verteidigungsministerium dem Bericht zufolge aber zurück: Es widerspricht demnach vor allem der Feststellung der Finanzkontrolleure, die "Gorch Fock" habe über Jahre "eine Gefahr für Leib und Leben der Besatzung und der Offiziersschüler" dargestellt.

Eine solche Gefahr habe seit Abschluss der Instandhaltungsmaßnahmen 2012 bis zum Beginn des aktuellen Instandhaltungsvorhabens nicht bestanden, wird das Ministerium zitiert. Die Sicherheit der Soldaten sei nicht beeinträchtigt gewesen.