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AfD-Politiker Brandner entschuldigt sich für Retweet zu Halle | BR24

© pa/dpa/Bernd von Jutrczenka

AfD-Politiker Brandner zu Halle-Tweet: Es tut mir leid

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AfD-Politiker Brandner entschuldigt sich für Retweet zu Halle

Der AfD-Abgeordnete Stephan Brandner hat sich für einen umstrittenen Tweet zu den Trauerfeiern nach dem rechtsextremistischen Attentat in Halle entschuldigt. Er habe einen Beitrag retweetet, den er "inhaltlich nie geteilt" habe.

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Für seinen umstrittenen Retweet zu den Trauerfeiern nach dem rechtsextremistischen Attentat in Halle hat sich der AfD-Abgeordnete Stephan Brandner nun doch entschuldigt. "Es tut mir leid", sagte Brandner am Donnerstagnachmittag im Bundestag.

Einsicht nach Gespräch mit Schäuble

Er habe einen Beitrag retweetet, den er "inhaltlich nie geteilt" habe. Ein Gespräch mit dem Bundestagspräsidenten Wolfgang Schäuble (CDU) habe ihm nun aber vor Augen geführt, "welche Probleme auch in der Außenwirkung dieser Retweet" verursacht habe. Er entschuldige sich, wenn Leute sich dadurch angegriffen oder schlecht gefühlt hätten.

Der AfD-Politiker hatte nach dem Anschlag mit zwei Toten in Halle auf Twitter die Nachricht eines anderen Nutzers geteilt, der geschrieben hatte, die Opfer von Halle seien "eine Deutsche, die gerne Volksmusik hörte" und "ein Bio-Deutscher" gewesen. "Warum lungern Politiker mit Kerzen in Moscheen und Synagogen rum?"

Mitglieder von Union, SPD, Linken, Grünen und FDP hatten sich daraufhin mit einer gemeinsamen Erklärung von Brandner, der auch Vorsitzender des Rechtsausschusses ist, distanziert und seinen Rücktritt gefordert.

Gauland hielt Brandner die Stange

Zuvor hatte sich AfD-Fraktionschef Alexander Gauland in einer Bundestagsdebatte am Donnerstag geweigert, sich von Brandners Äußerung zu distanzieren, nachdem Bundesinnenminister Horst Seehofer ihn dazu aufgefordert hatte. "Ich fordere Sie einfach auf: Distanzieren Sie sich von solchen Äußerungen", hatte Seehofer zu Gauland gesagt.

Dieser konterte lediglich, so lange ein Mitglied der Bundesregierung sagen könne, die AfD sei der politische Arm des Rechtsterrorismus, würde er sich für gar nichts entschuldigen. Wenn dies so wäre, "dann wären Sie der politische Arm des islamistischen Terrors", sagte er an die Adresse der Regierung mit Blick auf die Migrations- und Asylpolitik. "Ich gestatte mir an dieser Stelle schon mal die Frage, wer denn das Klima geschaffen hat, das den Anschlag vom Breitscheidplatz möglich gemacht hat."

© BR24

Der AfD-Abgeordnete Stefan Brandner hat sich für einen umstrittenen Retweet entschuldigt. Nach dem Anschlag von Halle hatte er einen Tweet weiterverbreitet, der fragte, warum Politiker in Moscheen und Synagogen "rumlungern"?