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Ära Merkel endet: Wer sind die Kandidaten für die Nachfolge? | BR24

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Die schweren Verluste der CDU bei der Landtagswahl in Hessen zeigen Wirkung. Angela Merkel verzichtet auf den Parteivorsitz. Sie wird beim Parteitag Anfang Dezember nicht erneut dafür kandidieren.

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Ära Merkel endet: Wer sind die Kandidaten für die Nachfolge?

Angela Merkel will im Dezember nicht mehr für das Amt der CDU-Parteivorsitzenden kandidieren. Nach 18 Jahren geht in der Partei eine Ära zu Ende. Mögliche Nachfolger gibt es einige.

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Friedrich Merz

Die Nachricht über Merkels Rückzug war erst einige Minuten alt, da machte ein Name die Runde, den niemand zum engen Kreis der Merkel-Nachfolger gezählt hatte: Friedrich Merz.

Nach Informationen des ARD-Hauptstadtstudios erwägt Merz ernsthaft, für den Parteivorsitz zu kandidieren. Er war vor gut neun Jahren, im Sommer 2009, in eine selbst gewählte "Polit-Pause" gegangen. Jetzt will er sie offenbar beenden.

Mit dem wirtschaftsliberalen und konservativen Merz an der Parteispitze würde die CDU wieder näher an die FDP heranrücken. FDP-Chef Lindner bezeichnet Merz als einen "Freund" und "eine starke Persönlichkeit mit viel wirtschaftlichem Sachverstand". Merz setzt sich unter anderem für den Fortbestand der Kernenergie ein und ist - nicht nur da - weit von Merkels Positionen entfernt. Die Unterstützung der Noch-Parteivorsitzenden dürfte eine andere haben …

Annegret Kramp-Karrenbauer

Sie war im Februar auf Bitten Merkels CDU-Generalsekretärin geworden und hatte dafür ihr Ministerpräsidenten-Amt im Saarland aufgegeben. Eine ungewöhnliche Entscheidung, die zeigt, wie sehr Kramp-Karrenbauer dazu bereit ist, zusammen mit Merkel für die CDU zu kämpfen.

Kramp-Karrenbauer gehört zum linken Sozialflügel der CDU und hat sich früh für die Einführung eines Mindestlohnes eingesetzt. Andererseits lehnt sie zum Beispiel die Ehe für alle ab und befindet sich damit auf Merkel-Kurs. Möglicherweise wird aber ein inhaltliches "Weiter so" der CDU nicht helfen. Denn die Union verliert sowohl an die AfD als auch an die Grünen Wähler. Mindestens in eine Richtung muss die CDU diesen Aderlass stoppen. Ein weiterer Kandidat für den Parteivorsitz richtet den Blick daher nach rechts ….

Jens Spahn

Der Bundesgesundheitsminister ist Merkels schärfster parteiinterner Kritiker. Er setzt sich unter anderem für ein Burka-Verbot ein. In der Flüchtlingspolitik steht er eher an der Seite der CSU. Spahn ist mit 38 Jahren deutlich jünger als die anderen Kandidaten und stünde für einen echten Generationswechsel. Er ist ehrgeizig und karriereorientiert.

"Wenn man wie ich nicht nur reden will, sondern verändern, dann braucht es das Vermögen, was zu verändern. Und das wird gemeinhin mit Macht umschrieben", sagt Spahn ganz offen. Als Parteivorsitzender würde Spahn versuchen, am rechts-konservativen Rand, Wähler zurück zur CDU zu bringen. Die Christdemokraten könnten aber auch versuchen, das liberal-bürgerliche Lager zu stärken. Das wäre möglich mit ….

Armin Laschet

Der nord-rheinwestfälische Ministerpräsident hat klar vor Augen, wo die CDU seiner Ansicht nach hin muss. Nach der Bayernwahl vor zwei Wochen sagte Laschet: "Man kann keine Wahlen mit einem Rechtsruck oder pointierter Polemik gewinnen. Wir müssen für uns darauf achten, dass wir eine Partei der Mitte bleiben, dass wir christlich-liberale Wähler und pro-europäische Wähler ansprechen. Dass wir auch in den Städten stärkste Partei sein wollen." Laschet konkurriert so vor allem mit den Grünen um Wählerstimmen.

Auch die Grünen setzen auf eine pro-europäische, anti-populistische Politik. Ob er als Kandidat um den Parteivorsitz antritt, hat Laschet vorerst offen gelassen. Es besteht kein Grund zur Eile. Noch auf dem Parteitag selbst können Delegierte ein Parteimitglied oder sich selbst als Kandidat nominieren.

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Angela Merkel hat angekündigt, den CDU-Vorsitz abzugeben. Potentielle Nachfolger bringen sich bereits in Stellung. BR-Reporter Achim Wendler über die Chancen der möglichen Merkel-Erben.