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Ämter warnen vor Computer-Trojaner Emotet | BR24

© picture alliance / Geisler-Fotopress/ Christoph Hardt

Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik hat eine Warnung vor dem Trojanervirus Emotet ausgesprochen.

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    Ämter warnen vor Computer-Trojaner Emotet

    Nach dem Klinikum Fürth haben nun auch Unternehmen einen Angriff des Trojaners Emotet gemeldet. Institutionen in Bayern sind ebenfalls Opfer des Virus, aber auch Privatpersonen kann es treffen. Schwierig dabei: Der Trojaner ist schwer zu erkennen.

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    Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik hat offiziell eine Warnung vor dem Trojanervirus Emotet ausgesprochen. Auf Twitter verwies die Stelle auf das Computer Emergency Response Team (CERT), das den Trojaner als das aktuell gefährlichste Botnetz bezeichnete. Auch das Bayerische Landesamt für Datenschutzaufsicht (BayLDA) warnte vor dem Virus und bezeichnete ihn in einer Mitteilung als "eine der gefährlichsten Bedrohungen im Internet."

    Zahlreiche Unternehmen betroffen

    Nach Erkenntnissen des Bayerischen Landesamtes für Datenschutzaufsicht (BayLDA) infizieren sich derzeit zahlreiche Organisationen mit dem Emotet-Trojaner. Weiter erklärt es, die Malware habe erhebliche wirtschaftliche und datenschutzrechtliche Schäden verursacht. Der Präsident der BayLDA, Thomas Kranig, sprach von teilweise Stillständen in den Betrieben. "Egal ob Anwaltskanzlei, Arztpraxis oder Großunternehmen – die Schäden waren bislang meist als gravierend einzustufen. Emotet bedroht also jeden Nutzer, dienstlich wie privat", so Kranig.

    Trojaner versteckt sich in E-Mails mit Weihnachtsgrüßen

    Nach Angaben des BayLDA versteckt sich Emotet vor allem in E-Mails mit Weihnachtsgrüßen von vermeintlich bekannten Kommunikationspartnern. Das Amt empfiehlt deswegen besonders aufmerksam bei eingehenden E-Mails zu bleiben und Links oder Anhänge nicht sorglos zu öffnen.

    Besonders kompliziert dabei ist, dass es Emotet gelingt besonders authentisch aussehende E-Mails zu verschicken, warnt BayLDA in der Mitteilung. Emotet erlange die entsprechenden Informationen durch das Auslesen der E-Mail-Korrespondenz. So verschickt der Trojaner E-Mails von vermeintlich bereits bekannten Kontakten, die auch Auszüge aus einer früheren Kommunikation beinhalten.

    Hinweise auf den Trojaner gibt allein, dass der im Absenderfeld angezeigte Name nicht zur angezeigten E-Mail-Adresse passt. Auffallend sei zudem, dass die Mail nur einen kurzen Text beinhalte, sowie Dateianhänge oder eingefügte Links mit der Aufforderung diese zu öffnen, so das BayLDA.

    Auch Klinikum Fürth Opfer von Trojaner Emotet

    Nach dem folgenreiche Hackerangriff auf das Klinikum Fürth, teilte ein Sprecher mit, der Computervirus sei per E-Mail eingeschleust worden. Das Krankenhaus konnte deswegen vorübergehend keine neuen Patienten mehr aufnehmen und musste Operationen verschieben. Außerdem war im benachbarten Nürnberg das IT-System einer Schule mit dem Virus infiziert worden, teilte Schulbürgermeister Klemens Gsell mit.