BR24 Logo
BR24 Logo
Startseite
© Christophe Gateau / picture alliance / dpa
Bildrechte: Christophe Gateau / picture alliance / dpa

Ein ADAC-Pannenhelfer mit einer Autobatterie

6
Per Mail sharen

    ADAC: Weniger Autopannen - mehr Batterieprobleme

    Mit der Corona-Pandemie hat auch der Straßenverkehr abgenommen. Für die Gelben Engel des ADAC heißt das: Insgesamt waren im vergangenen Jahr weniger Pannen zu beheben. Allerdings traten vermehrt Batterie-Probleme auf. Dafür gibt es jedoch Gründe.

    6
    Per Mail sharen
    Von
    • Michael Küster

    Die Zahl der ADAC-Einsätze klingt erst mal beachtlich: Rund 3,4 Millionen Mal waren Straßenwacht und Mobilitätspartner 2020 unterwegs. Im Vergleich zum Jahr 2019 sind das allerdings 400.000 weniger. Der Hauptgrund: Die Corona-Pandemie und der damit verbundene Lockdown.

    Lockdown-Effekt: Weniger Verkehr

    Gleichzeitig sind laut ADAC-Pannenstatistik aber die Batteriepannen deutlich gestiegen: Zwischen März (1. Lockdown) und Juli lag die Zahl teilweise deutlich höher, und auch im November war wieder eine Zunahme erkennbar. Insgesamt stieg der Anteil der Batterieausfälle an allen Pannen von 41,8 Prozent im Vorjahr (2019) auf 46,3 Prozent.

    Grund: In diesen Lockdown-Monaten wurden viele Fahrzeuge wenig oder kaum bewegt - was wohl zu mehr leeren Batterien führte. Das Gegenteil zeigt sich bei den Reifenpannen: Diese gingen während dieses Zeitraums deutlich zurück.

    Batterien in E-Fahrzeugen deutlich anfälliger - Motoren arbeiten jedoch zuverlässig

    Eine Sonderauswertung des ADAC zu Pannen bei Elektroautos zeigt: Auch hier sind entladene und defekte 12-Volt-Bordbatterien eindeutig Pannenursache Nummer eins. Mit 54 Prozent liegt der Anteil bei Elektroautos sogar rund acht Prozent höher als bei Fahrzeugen mit konventionellen Antrieben.

    Die Bordbatterie versorgt beim Elektroauto wie beim herkömmlichen Auto die Bordelektrik: Damit lassen sich Türen öffnen, Licht oder Infotainmentsysteme in Betrieb nehmen. Auch die Hochvoltspannungsversorgung wird dadurch aktiviert.

    Spezifische Elektroauto-Bauteile wie Akku, Elektromotor oder Ladetechnik sind laut Pannenstatistik dagegen sehr zuverlässig und nur für 4,4 Prozent der Pannen verantwortlich.

    E-Autos: Noch keine gesicherten Erkenntnisse über Verschleiß

    Der Bestand von Elektroautos auf deutschen Straßen ist aktuell jedoch noch deutlich jünger als der herkömmlicher Fahrzeuge. Die ADAC-Experten erwarten, dass verschleiß- und alterungsbedingte Pannen von E-Autos in den nächsten Jahren zunehmen werden.

    Insgesamt 109 Fahrzeugreihen von 25 Automarken wurden in der Pannenstatistik ausgewertet. 40 der 109 Modellreihen waren im Pannenjahr 2020 ziemlich zuverlässig. Rund die Hälfte der Fahrzeuge auf deutschen Straßen zeigte gemischte Ergebnisse, und 16 Fahrzeugmodelle schnitten sogar besonders schlecht ab.

    "Darüber spricht Bayern": Der BR24-Newsletter informiert Sie immer montags bis freitags zum Feierabend über das Wichtigste vom Tag auf einen Blick - kompakt und direkt in Ihrem privaten Postfach. Hier geht's zur Anmeldung!