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Absturz in Äthiopien: "Klare Ähnlichkeit" zu Lion-Air-Fall | BR24

© dpa-Bildfunk/Joel Lerner

Boeing

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    Absturz in Äthiopien: "Klare Ähnlichkeit" zu Lion-Air-Fall

    Die Auswertung der Blackbox-Daten der äthiopischen Boeing-Maschine steht noch am Anfang - trotzdem spricht Äthiopiens Regierung schon von erkennbaren "Ähnlichkeiten" zum indonesischen Unglück im Oktober.

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    Zwischen den Flugschreiber-Daten der am vergangenen Sonntag abgestürzten Ethiopian-Airlines-Maschine und denen des im vergangenen Oktober verunglückten indonesischen Lion-Air-Fliegers gibt es nach Worten der äthiopischen Verkehrsministerin deutliche Parallelen. Nach den bisherigen Erkenntnissen aus den gesicherten Daten gebe es eine "klare Ähnlichkeit" zwischen beiden Fällen, sagte Dagmawit Moges. Was das genau bedeutet, ließ sie offen.

    Die Flugschreiber seien in gutem Zustand und hätten die Auswertung "von fast allen erfassten Daten" ermöglicht, erklärte Moges weiter. Die Regierung werde in einem Monat detaillierte Informationen basierend auf den Daten veröffentlichen.

    Blackboxen in Frankreich ausgelesen

    Blackboxen zeichnen den Sprechfunk im Cockpit und alle Flugdaten auf, weswegen sie für die Klärung der Unglücksursache wohl entscheidend sein werden. Die Flugschreiber der am vergangenen Sonntag abgestürzten Maschine der Fluggesellschaft Ethiopian Airlines waren von der französischen Luftsicherheitsbehörde BEA ausgelesen worden. Die Behörde übergab die Daten heute an Äthiopien.

    Bei dem Absturz von Flug ET 302 nahe der Hauptstadt Addis Abeba waren alle 157 Menschen an Bord ums Leben gekommen. Im Oktober war in Indonesien eine ebenfalls relativ neue Boeing 737 Max 8 der Fluggesellschaft Lion Air abgestürzt, fast 200 Menschen starben damals. Ermittler vermuten, dass eine von Boeing eigens für die neue Flugzeugreihe entwickelte Steuerungssoftware ein wichtiger Auslöser des Absturzes gewesen sein könnte.

    Nach dem jüngsten Crash erließen Luftfahrtbehörden rund um die Welt bis zur Klärung der Unglücksursache ein Flugverbot für die Boeing 737-Max-Reihe. Die rund 370 seit 2017 ausgelieferten Flugzeuge müssen daher am Boden bleiben.