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Abiturprüfungen sollen stattfinden | BR24

© pa/dpa

Abiturienten bei der Prüfung

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    Abiturprüfungen sollen stattfinden

    Die Abiturprüfungen in Deutschland sollen trotz Coronakrise nach jetzigem Stand weiterhin stattfinden. Darauf haben sich die Kultusminister der Länder in einer Schaltkonferenz geeinigt. Bayerns Vertreter Michael Piazolo begrüßt die Entscheidung.

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    • BR24 Redaktion

    Die Kultusminister halten auch in der Corona-Krise an den Abiturprüfungen in diesem Jahr fest. Die Kultusministerkonferenz erklärte nach ihrer Beratung, zum jetzigen Zeitpunkt sei eine Absage nicht notwendig. Die Schüler könnten in diesem Schuljahr ihre Abschlüsse erwerben. Die Prüfungen fänden zum geplanten oder zu einem Nachholtermin bis zum Ende des Schuljahres statt, "soweit dies aus Infektionsschutzgründen zulässig ist".

    Kultusminster Piazolo ist mit Lösung zufrieden

    Bayerns Kultusminister Michael Piazolo von den Freien Wählern begrüßte den Schritt. Er erklärte, er sei froh, dass sich die Minister auf dieses gemeinsame Ziel verständigt hätten. Durch die Verschiebung der Abiturprüfungen in Bayern auf den 20. Mai hätten die Schülerinnen und Schüler genug Zeit zur Vorbereitung.

    "Für den Fall, dass dieser Fahrplan aufgrund aktuell noch nicht absehbarer Entwicklungen nicht eingehalten werden kann, gibt es verschiedene alternative Lösungen. Die möglichen Alternativen muss man abhängig von der weiteren Entwicklung sehr sorgfältig prüfen. Bayern arbeitet bei dieser Frage mit den anderen Bundesländern eng zusammen." Michael Piazolo, Kultusminister Bayerns

    Auch die amtierende Präsidentin der Kultusministerkonferenz, die rheinland-pfälzische Kultusministerin Stefanie Hubig, zeigte sich zufrieden. "Ich freue mich, dass wir uns in einer so schwierigen Situation innerhalb der Ländergemeinschaft auf einen gemeinsamen Beschluss geeinigt haben", erklärte sie. Es gebe "klare Vorgaben" für die Schüler. Für diese sei es "besonders wichtig, dass sie jetzt Planungssicherheit haben". Gleichzeitig stehe ihre Gesundheit an erster Stelle.

    Vorstoß Schleswig-Holsteins sorgte Diskussionen aus

    Zuvor hatte es eine Debatte über die Abschlussprüfungen gegeben, nachdem Schleswigs-Holsteins Kultusministerin Karin Prien angesichts der wochenlang geschlossenen Schulen für ein sogenanntes Anerkennungsabitur ohne Abschlussprüfungen geworben. Kollegen aus anderen Ländern meldeten Bedenken an, unter anderem, weil sie die Vergleichbarkeit der Prüfungen zwischen de nLändern in Gefahr sahen, zumal in Hessen und Rheinland-Pfalz derzeit schon die Abiprüfungen laufen.

    In ihrem jetzigen Beschluss versichern die Kultusminister, dass die Länder die erreichten Abschlüsse des Schuljahres gegenseitig anerkennen. Die Länder können demnach auch ausnahmsweise auf zentrale Elemente aus dem bundesweiten Abituraufgabenpool verzichten und diese durch dezentrale Elemente ersetzen.