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Abgeprallt: von der Leyen-Befragung im Untersuchungsausschuss | BR24

© Kai Küstner/ARD

Dieser Satz eines Bundestagsabgeordneten sagt alles: "Frau von der Leyen hat ihre Teflon-Beschichtung ausgepackt - an ihr prallte alles ab." So frustriert zeigte sich der Parlamentarier im Untersuchungsausschuss nach der Befragung zur Berateraffäre.

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Abgeprallt: von der Leyen-Befragung im Untersuchungsausschuss

Dieser Satz eines Bundestagsabgeordneten sagt alles: "Frau von der Leyen hat ihre Teflon-Beschichtung ausgepackt – an ihr prallte alles ab." So frustriert zeigte sich der Parlamentarier im Untersuchungsausschuss nach der Befragung zur Berateraffäre.

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In ihrer Anhörung vor dem Untersuchungsausschuss des Bundestags zur sogenannten Berateraffäre hat die frühere Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen von der CDU Fehler eingeräumt.

Fehler ja, Schuld nein

Ganz vorne auf ihrer Stuhlkante sitzend hatte die Ex-Verteidigungsministerin fast fünf Stunden lang die Fragen des Berateraffären-Untersuchungsausschusses abgearbeitet. Ja, es habe Fehler gegeben. So der Tenor von der Leyens zu dem Vorwurf, es seien in ihrer Amtszeit regelwidrig Millionenaufträge an externe Berater vergeben worden.

Das allerdings hatte die heutige EU-Kommissionschefin auch schon im Jahr 2018 zugegeben. Bei sich persönlich will sie die Schuld eher nicht verortet sehen.

Ausschuss hat sich gelohnt, finden die Teilnehmer

Trotz allem sind die Ausschussmitglieder davon überzeugt, dass sich ein Jahr Arbeit mit der Befragung von 40 Zeugen und dem Lesen von 4.000 Aktenordnern gelohnt habe: Man habe das Verteidigungsministerium durchleuchtet, Seilschaften aufzeigen können, hieß es im Anschluss.

AKK setzt weniger auf Berater als von der Leyen

Die Bundesregierung, auch das ist eine Erkenntnis, lässt sich nach wie vor von außen beraten - und ist darauf bei der Digitalisierung auch dringend angewiesen. "Aber diese Berater sind jetzt gewarnt", sagte eine Abgeordnete.

Und was das Verteidigungsministerium angeht, so grenzt sich die amtierende Ministerin Annegret Kramp-Karrenbauer bereits deutlich von ihrer Vorgängerin von der Leyen ab: Man setze künftig mehr auf Kräfte im eigenen Haus, hole sich weniger Beratung von außen, verkündete sie erst vor wenigen Tagen.

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