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Abgasmanipulation: Daimler droht neuer Ärger | BR24

© dpa / picture-alliance

Der Mercedes GLK 220 Diesel mit Euronorm 5 muss in Deutschland zurückgerufen werden.

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    Abgasmanipulation: Daimler droht neuer Ärger

    Kurz vor dem für Montag geplanten Autogipfel im Kanzleramt steht Daimler neuer Ärger ins Haus. Das Kraftfahrt-Bundesamt hat einen Zwangsrückruf für rund 60.000 Autos angeordnet.

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    Einen entsprechenden Bericht der "Bild am Sonntag" hat ein Unternehmenssprecher mittlerweile bestätigt. Demnach geht es um die Diesel-Modelle GLK 220 mit Abgasnorm Euro 5. Das KBA wirft Daimler vor, eine illegale Abschalteinrichtung zur Abgasmanipulation verbaut zu haben und hat bereits im April ein formelles Anhörungsverfahren eingeleitet. Nun folgte der Zwangsrückruf. Davon betroffen sind rund 60.000 Fahrzeuge, die zwischen 2012 und 2015 produziert wurden.

    Daimler will nicht manipuliert haben

    Daimler bestreitet den Betrug und will sich dem Sprecher zufolge juristisch gegen den Vorwurf wehren. Wie die "Bild am Sonntag" weiter berichtet, will das KBA die Ermittlungen gegen Daimler ausweiten, weil sich die Manipulations-Software noch in vielen weiteren Modellen befinden könnte.

    Autobranche und Politik beraten am Montag über Zukunftsthemen

    Am Montag wollen sich die Spitzen von Daimler, BMW und VW sowie Vertreter der großen Zulieferer und der IG Metall mit Kanzlerin Merkel und den zuständigen Ministern für Wirtschaft, Verkehr und Umwelt treffen, um über kommende Herausforderungen zu beraten. "Es geht darum, wie sich die Autoindustrie in der Zukunft aufstellen will", kündigte Vize-Regierungssprecherin Martina Fietz an. Die Autoindustrie steht angesichts der Themen wie Autonomes Fahren, CO2-Steuer, Elektromobilität, Dieselskandal und Klimaschutz vor dem größten Umbruch seit Jahrzehnten.