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Haribo-Erpresser muss fast vier Jahre in Haft | BR24

© picture alliance / Henning Kaiser / dpa

Der wegen versuchter Erpressung von Haribo angeklagte Rentner (links) und sein Anwalt zum Prozessbeginn vor dem Landgericht Bonn

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    Haribo-Erpresser muss fast vier Jahre in Haft

    Das Landgericht Bonn hat einen Rentner wegen versuchter Erpressung der Firmen Haribo, Lidl und Kaufland zu einer Freiheitsstrafe von drei Jahren und neun Monaten verurteilt. Das Gericht wertete die Tat "im Bereich der Schwerkriminalität".

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    Dem Urteil des Bonner Landgerichts zufolge hatte der 74-Jährige zunächst dem Discounter Lidl damit gedroht, Lebensmittel zu vergiften. Als das Unternehmen nicht reagierte, nahm er den Süßwarenhersteller Haribo und die Supermarktkette Kaufland ins Visier und kündigte den Einsatz von Zyankali an. Zugleich habe der Dortmunder seine Forderungen auf eine Million Euro in der Internet-Währung Bitcoin erhöht, hieß es in der Begründung. In die Tat umgesetzt hat der Rentner seine Drohungen indes nicht. Laut Anklage bestand keine Gefahr für die Verbraucher.

    Motiv Geldnot

    In dem Prozess hatte der 74-Jährige eingeräumt, seit August 2016 unter anderem mit der Vergiftung von Gummibärchen und Tiefkühlpizza gedroht zu haben. Als Motiv gab der Rentner Geldnot und hohe Schulden an. Als er sich zu der Tat entschloss, habe er nur noch rund drei Euro in der Geldbörse gehabt. Die Unternehmen zahlten jedoch nicht, sondern schalteten die Polizei ein. Der Verteidiger des 74-Jährigen kündigte Revision an.

    Von
    • Thomas Frank
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