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63 Tote durch Explosion bei Hochzeitsfeier | BR24

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Eine Hochzeitsgesellschaft in Afghanistans Hauptstadt Kabul ist Ziel eines Bombenanschlags geworden. Mindestens 63 Menschen wurden dabei getötet, mehr als 180 Menschen wurden nach Angaben des Innenministeriums verletzt.

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63 Tote durch Explosion bei Hochzeitsfeier

Eine Hochzeitsgesellschaft in Afghanistans Hauptstadt Kabul ist Ziel eines Bombenanschlags geworden. Mindestens 63 Menschen wurden dabei getötet, mehr als 180 Menschen wurden nach Angaben des Innenministeriums verletzt.

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Bei einer Explosion auf einer Hochzeitsfeier in Afghanistan sind mindestens 63 Menschen getötet und mehr als 182 Menschen verletzt worden. Einem Sprecher des afghanischen Innenministeriums zufolge ereignete sich die Detonation etwa eine Stunde vor Mitternacht in der Hochzeitshalle "Dubai" in der Hauptstadt Kabul bei einer Feier, auf der mehr als 1000 Gäste geladen waren.

Verzweifelte Gäste suchen Angehörige

Was die Explosion auslöste, ist dem Innenministerium zufolge noch unklar. Immer wieder werden in Afghanistan Hochzeiten zum Ziel von Terroranschlägen, bei denen oft Hunderte Gäste an einem Ort zusammenkommen. Männer und Frauen feiern üblicherweise in getrennten Räumen. Die Hochzeitshalle "Dubai" liegt an der Prachtstraße Dar-ul-Aman, die zur historischen Stätte des Dar-ul-Aman-Palasts führt. Über die sozialen Netzwerke verbreiteten sich Videos und Bilder verzweifelter Menschen vor der Hochzeitshalle, die Familienmitglieder suchten. Viele Afghanen drückten ihr Entsetzen über den Angriff aus. "Wie ist das zu rechtfertigen? Was ist unsere Schuld?", schrieb der Künstler Omaid Scharifi auf Twitter.

Taliban und "Islamischer Staat" verüben Anschläge

Zunächst bekannte sich niemand zu dem mutmaßlichen Angriff. Erst vor zehn Tagen waren bei einem Autobombenanschlag in Kabul mindestens 14 Menschen getötet worden. Es war der 16. Angriff seit Januar dieses Jahres, der die afghanische Hauptstadt erschütterte. Zu den meisten Anschlägen bekennen sich entweder die Terrormiliz "Islamischer Staat" oder die Taliban.

Seit 2018 führen die USA mit Vertretern der islamistischen Taliban Gespräche über eine politische Lösung des langjährigen Konflikts. Dabei geht es vor allem um Truppenabzüge im Austausch gegen Sicherheitsgarantien. Beide Seiten hatten sich zuletzt optimistisch gezeigt, dass eine Einigung gelingen werde. Viele Afghanistan rechnen aber damit, dass die Gewalt durch Anschläge im Land vorerst nicht abebben wird.