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38 Flüchtlinge in Niederösterreich aus Kühlanhänger gerettet | BR24

© dpa

In einem Kühltransporter ähnlich wie diese (Symbolbild) wurden die Flüchtlinge durch Südeuropa transportiert

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    38 Flüchtlinge in Niederösterreich aus Kühlanhänger gerettet

    2015 machte das Flüchtlingsunglück von Parndorf mit 71 Toten weltweit Schlagzeilen. Jetzt konnten in Österreich mindestens 38 Migranten in letzter Minute aus einem Kühllaster gerettet werden.

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    Wie erst jetzt bekannt wurde, hat die Polizei in Niederösterreich bereits vergangene Woche 38 Flüchtlinge und Migranten aufgegriffen, die offenbar von einem Schlepper in einem Kühltransporter nach Österreich gebracht wurden.

    Durch Anzeigen mehrerer Bürger war die Polizei auf das Fahrzeug am Rande der Autobahn aufmerksam geworden. Die Zeugen hatten Menschen - auch Kinder - beobachtet, die von der Ladefläche des Transportes sprangen und in die Felder flüchteten. Mit einem Polizei-Hubschrauber und mehreren Polizeistreifen wurde das Gebiet laut Behörden großräumig abgesucht, 38 Personen wurden vorläufig festgenommen.

    Lebensgefährliche Fahrt

    Der Innenraum des Transporters soll laut Polizei nicht belüftet gewesen sein. Zahlreiche Personen seien zeitweise ohnmächtig geworden. Eine Person sei kollabiert.

    Der Fahrer des Kühltransporters und mutmaßliche Schlepper – ein 51-jähriger Türke, der in Rumänien lebt – wurde festgenommen. Laut Polizei haben die Menschen 6.000 bis 8.000 Euro für die Fahrt an den Schlepper gezahlt.

    Einreise via Rumänien

    Die Menschen kamen aus Syrien, dem Irak und der Türkei und erklärten, dass sie über die Türkei nach Rumänien gekommen waren. Dort seien sie längere Zeit in einem ruinenähnlichen Haus untergebracht gewesen, in dem sich insgesamt etwa 150 Personen aufgehalten hätten.

    Der Vorfall ist kein Einzelfall: Immer wieder entdeckt die Polizei Lastwagen, die Flüchtlinge einschleusen - was nicht selten tragisch endet. So konnten im Jahr 2015 im österreichischen Parndorf 71 Flüchtlinge nur noch tot geborgen werden.

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