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300.000 Euro Buße für "Eleonore"-Kapitän Reisch | BR24

© Johannes Filous / dpa

Kapitän Claus-Peter Reisch steht auf dem Deck des Rettungsschiff "Eleonore".

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    300.000 Euro Buße für "Eleonore"-Kapitän Reisch

    Italien hat gegen den bayerischen Kapitän Claus-Peter Reisch eine Strafe in sechsstelliger Höhe verhängt und das Schiff beschlagnahmt. Ob die neue italienische Regierung weniger hart gegen Seenotretter vorgeht, ist offen.

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    Der bayerische Kapitän des Rettungsschiffes "Eleonore", Claus-Peter Reisch, ist nach Angaben der Organisation "Mission Lifeline" von den italienischen Behörden mit einem Bußgeld in Höhe von 300.000 Euro belegt worden. Dagegen habe man Widerspruch eingelegt, bestätigte Mission-Lifeline-Sprecher Axel Steier am Freitag. "Wir sehen eine 50-50-Chance, dass man da noch drum rumkommt", sagte Steier und machte den Notstand geltend, in dem sich der Schiffsführer aus Landsberg am Lech befunden habe.

    Das Schiff wurde beschlagnahmt

    Die "Eleonore" war am Montag mit gut 100 Migranten an Bord trotz eines Verbots in den Hafen Pozzallo auf Sizilien eingelaufen. Das Schiff wurde beschlagnahmt. "Wir rechnen mit dem Verlust des Schiffes", sagte Steier. Den Wert der "Eleonore" bezifferte er auf rund 300.000 Euro, wovon die Hälfte auf die technische Ausrüstung entfalle. Für den Kauf eines neuen Schiffes gebe es schon Spendenzusagen für etwa die Hälfte des Kaufpreises. "Es wäre falsch, jetzt aufzugeben", sagte Steier. Im vorigen Jahr hatte die Organisation das Schiff "Lifeline" verloren, das in Malta beschlagnahmt wurde - und gegen Reisch wurde in dem Fall ein Bußgeld von 10.000 Euro verhängt.

    Kurs der neuen Regierung noch offen

    Steier äußerte sich wenig optimistisch, dass sich die harte Haltung Italiens gegenüber privaten Seenotrettern im Mittelmeer nach dem Regierungswechsel in Rom wesentlich ändern werde. Dort war am Donnerstag das Kabinett aus populistischer Fünf-Sterne-Bewegung und Sozialdemokraten vereidigt worden. Die rechte Lega, deren Chef Matteo Salvini Innenminister war, gehört der Regierung nicht mehr an.