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218,5 Milliarden Schulden: Rekord-Minus im Haushaltsentwurf | BR24

© picture-alliance/dpa

Olaf Scholz

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    218,5 Milliarden Schulden: Rekord-Minus im Haushaltsentwurf

    Wegen der Corona-Krise will die Bundesregierung in diesem Jahr so viele Schulden aufnehmen wie noch nie. Geplant sei eine Neuverschuldung von 218,5 Milliarden Euro, hieß es aus dem Bundesfinanzministerium.

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    Wegen der Corona-Krise will die Bundesregierung in diesem Jahr so viele neue Schulden aufnehmen wie nie zuvor. Finanzminister Olaf Scholz (SPD) plant mit einem zweiten Nachtragshaushalt in Höhe von 62,5 Milliarden Euro. Damit steigt die geplante Neuverschuldung für das laufende Jahr auf 218,5 Milliarden Euro. Diesem zweiten Nachtragshaushalt müssen Kabinett und Bundestag noch zustimmen.

    Mit dem Geld solle das Fundament für eine breite und nachhaltige wirtschaftliche Erholung gelegt werden, hieß es aus dem Ministerium.

    Bereits zu Beginn der Corona-Krise hatte die große Koalition Ende März einen Nachtragshaushalt in Höhe von 156 Milliarden Euro zur Finanzierung mehrerer Hilfspakete beschlossen. Dafür wurde vorübergehend auch die Schuldenbremse im Grundgesetz ausgesetzt.

    Hilfe unter anderem für Familien sowie kleine und mittelständische Unternehmen

    Teil des Konjunkturpakets ist unter anderem eine vorübergehende Senkung der Mehrwertsteuer und ein Bonus für Familien mit Kindern. Bis Jahresende werden 300 Euro pro Kind ausgezahlt.

    Außerdem können kleine und mittelständische Unternehmen, die von der Corona-Krise besonders hart getroffen sind, Überbrückungshilfen von insgesamt 25 Milliarden Euro erhalten.

    Um ein Vielfaches mehr Schulden als zur Finanzkrise

    Die Dimension der Neuverschuldung wird deutlich, wenn man sie mit der Finanzkrise vergleicht, in der der Staat vor allem heimische Banken stark unterstützte. Zu dieser Zeit, im Jahr 2010, nahm der Bund 44 Milliarden Euro neue Schulden auf - damals war das ein Rekord.

    Plan: Schuldentilgung innerhalb von 20 Jahren

    Scholz geht davon aus, den größten Teil der Corona-Schulden innerhalb von 20 Jahren ab 2023 wieder zu tilgen. Ökonomen halten diesen Plan allerdings aufgrund der niedrigen Zinsen für zu ambitioniert.

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